Ein Frühstücksgedanke - ein Pastellbild vom Textilbild. Geboren aus der Lust auf Pastellkreiden und aus der Nachwirkung der Stickerei. Nun sind die Medien sehr unterschiedlich (und ich habe mit Textilien eine viel größere Leichtigkeit als mit Farben). Also bin ich erstmal gegen die übliche Wand gelaufen.
Einen möglichen Weg gab es dann bei Dawn Emerson, "Pastell Rebell". (Nein, ich schäme mich jetzt nicht dafür, woanders nach einer Lösungsmöglichkeit zu suchen. Die Workshops helfen mir, die Regel aufzulösen, daß ich mir alles ganz allein ausdenken muß.) Ich habe hellere Pastelltöne durch verschiedene Netze und Stücke von Paillettenresten - diese Streifen von ausgestanzten Pailletten - getupft (es lohnt sich doch, alles Mögliche aufzubewahren!).
Der helle Querstreifen über der Blüte rechts stört noch, den werde ich abdämpfen.
Es sieht jetzt eher aus, als stünden die Buschwindröschen in einem Zimmer. Im Textilbild sieht das viel mehr nach Wald aus. Lesarten in unterschiedlichen Techniken?
Die Druckmöglichkeiten sind interessant, damit möchte ich weiter experimentieren, mehr Schablonen zu machen. Habe noch ein Stilleben mit einem sehr schönen Glas vor, dazu kann ich mir das gut vorstellen. Gleichzeitig läuft noch der dritte Workshop. Ich finde, der Tag sollte mindestens 48 Stunden haben! Es freut mich jedenfalls, wieder was mit Pastell zu machen. Alte Liebe.
Die Blaufrau
- Tieger
- Malen, Zeichnen und Textilkunst haben mich mein Leben lang begleitet, je länger, desto intensiver. Ich bin gespannt, wo es noch hingeht!
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Donnerstag, 11. Juni 2020
Sonntag, 14. April 2019
Weitere blaue Fäden
Durch die neue Nähmaschine bin ich wieder auf das Sticken mit der Maschine gekommen. Auf die Methode von Cas Holmes, Collagen aus Papier und Textilien zu machen und mit Stickerei zu bearbeiten.
Stück Kartenausdruck der Cambrian Way-Tour, Papier und Stoff mit Seidenmalfarbe bearbeitet, Reste von Strohseide und die Unterschicht einer Serviette. Wie immer bin ich mir mit der Komposition unsicher. Es hilft, wenn ich mir das als Spielerei denke.
Abdruck der Windmühle in Carwitz. Mit Lavendelöl von einer Laserdruck-Kopie des Fotos aus Hullerbusch übertragen, einfache Methode ohne Chemie.
Die zweite Hälfte des Fotoabdrucks auf dem collagierten Untergrund vom letzten Wochenende. Mit einem Zeitungsbild und einem Stück alter Stickerei (von Oma Uva aus Berlin) auf einem Stück alte Tischdecke, mit Seidenmalfarben und Textilstiften gefärbt. Fest genug, um darauf frei zu sticken.
Freies Sticken geht mit der Juki viel besser als bisher, weil sie so leicht läuft, dadurch kann ich den Stickgrund flüssiger und weicher unter dem Nähfuß bewegen. Ich zeichne meine eigenen Strichzeichnungen mit der Maschine ab: die Tasse aus Hullerbusch, mit weicher Pastellkreide für die Schatten. Damit werden auch die genähten Linien eingefärbt - Möglichkeiten für Strukturen ...
Verschiedene Arten von Transparenz: die transparenten Papierlagen (Bügeln hilft! je fester die Lagen aufeinander sitzen, desto besser), die Strichzeichnung über dem collagierten Untergrund.
Montag, 28. Mai 2018
Nachmittag am Gartenschuppen
Der schönste Mai aller Zeiten.
Pflanzentagebuch um den Gartenschuppen herum. Gehören auch dazu, Brennesseln, Gräser, Efeu, Brombeeren. Ob ich die in meinen Leporello einarbeiten kann?
Der Beinwell wuchert. - Der Rapidograph bildet in letzter Zeit Tropfen an der Spitze, die ich hier schwungvoll ausziehe, um die Blatt- und Blütenspitzen des Beinwell zu zeichnen. Muß schnell gehen. Ich wollte langsam und genau zeichnen, aber der Stift wollte es anders.
Pflanzentagebuch um den Gartenschuppen herum. Gehören auch dazu, Brennesseln, Gräser, Efeu, Brombeeren. Ob ich die in meinen Leporello einarbeiten kann?
Der Beinwell wuchert. - Der Rapidograph bildet in letzter Zeit Tropfen an der Spitze, die ich hier schwungvoll ausziehe, um die Blatt- und Blütenspitzen des Beinwell zu zeichnen. Muß schnell gehen. Ich wollte langsam und genau zeichnen, aber der Stift wollte es anders.
Beim Gras war es noch schlimmer mit dem Tuschetropfen. Wie macht man aus der Not eine Tugend? Per Zufall den Abdruck der eigentlich festen Tusche auf der gegenüberliegenden Seite entdeckt. Weiter durchgerieben. Vielleicht funktioniert das nur so auf dem Steinpapier, das ja erstaunliche Eigenschaften hat. Es gibt viele solche Abdrücke in dem Buch.
Brombeerblüte am Gartenschuppen, die Riesenbrombeeren. Also auch Riesenblüten. Winkt.
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Weiter mit der Aufgabe. Mit Art Pen auf einem bedruckten Papier - ein Nebenprodukt von einem Durchgang mit der Gelli Plate, ich hab das Blatt aufgehoben und rausgesucht, fand es so schön mit dem Türkis und den Grau- und Brauntönen. Ich habe das Motiv passend zu den Farben auf dem Papier ausgesucht.
Teilweise laviert, sonst mit Pastell eingefärbt. Eigentlich nur betont. Ich wollte das bedruckte Blatt nicht ganz zudecken. Es gibt einen schönen Eindruck von Alter, Patina, Schichten. Hab ich noch mehr Blätter?
Lavierungen
Nochmal mit dem Stift über die Lavierung drübergehen! Bei den Brettern vor allem, die Holzstruktur aufbauen. Die Badewanne wirkt ziemlich flach, nochmal versuchen.
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Donnerstag, 19. Oktober 2017
StückWerk
Ein Thema zieht sich durch. Ich mache mir Druck, ich bin unter Druck. Zum Beispiel dadurch, daß ich schon seit neuen Monaten an einem Kapitel im Kurs festhänge. Mache ab und zu was und stoppe dann wieder, wie ein Auto, dessen Motor immer wieder abgewürgt wird. Ich weiß schon gar nicht mehr richtig, was ich wie gemacht habe. Alles gestückelt. Das letzte Stückwerk am Sonntag.
Vielleicht wäre es am besten, ich fange mit neuen Figuren von vorn an und ziehe das Kapitel nochmal durch. Damit es einen Aufbau gibt, eine Entwicklung, keine Sammlung von einzelnen Stücken. Damit ich wieder in Fluß komme mit der Kursarbeit.
Strichzeichnung in Acryl von der Gelli-Plate
Linoldruckfarbe durchgezeichnet auf Schuhkartonpapier, Strich und Fläche. Die Figuren lösen sich in der Knitterstruktur auf.
Zweiter Abdruck von der Aktenhülle auf Kopierpapier, mit dem Falzbein angedrückt.
Vielleicht wäre es am besten, ich fange mit neuen Figuren von vorn an und ziehe das Kapitel nochmal durch. Damit es einen Aufbau gibt, eine Entwicklung, keine Sammlung von einzelnen Stücken. Damit ich wieder in Fluß komme mit der Kursarbeit.
Kuchenheim
Öltransferzeichnung, mit Linoldruckfarbe überdruckt, Farbe im Hintergrund mit Brusho, wollte etwas Kräftiges. Ich bin überrascht, daß die Linoldruckfarbe wasserlöslich ist. Trocknet aber nicht ganz so schnell wie Acryl oder Gouache. Ich muß sie dick auftragen, wie die anderen Farben auch, damit der Druck kräftig wird. Hier auch noch zu dünn. Grundsätzlich ist der Kontrast zwischen den Strichzeichnungen und der ausgefüllten Form nicht schlecht.
Öltransferzeichnung von verschieden eingefärbtem Blatt, mit Brusho im Hintergrund. Hose, Taschen und die Köpfe und Gliedmaßen sollten auch noch Farbe abkriegen. Die Striche sind recht zart, obwohl ich fest aufgedrückt habe.
Strichzeichnung in Acryl von der Gelli-Plate
Der erste Acryldruck von der Aktenhülle. Zwei Gruppen.
Öltransferdruck mit Aquarellfarben und Brusho. Wie hab ich die kräftigen Striche bei der Figur in der Mitte hingekriegt? Die Farbe mit Terpentin vermalt? Ich weiß es nicht mehr.
Acryl mit der Schablone von der Gelli-Plate auf einem aus Zeitungspapier gewebten Blatt, das sich wellt und die Farbe fleckig annimmt. Mit Brusho übermalt, dann die dunklen Stellen mit Gouache übermalt und aufgehellt, damit sich die Figuren abheben. Das muß ich mir merken.
Die Musiker
Mit Öl von der Aktenhülle auf Stellfeld-Papier, auf das ich mal Noten kopiert habe. Das Papier ist sehr glatt und nimmt die Farbe gut an. In der Mitte Charlie Chaplin ...
Öltransferzeichnung, dann hab ich die schwarzen Anzüge mit Linoldruckfarbe gedruckt und den Hintergrund mit roter Ölfarbe. Einache Farben zum Ausprobieren. Bei den drei Durchgängen ist das Blatt zum Durchzeichnen nicht ganz genau zur Deckung gebracht, die Konturen stehen etwas nebeneinander, gar nicht schlecht.
Strichzeichnung in Öl auf der Aktenhülle, auf eine Kartenkopie gedruckt. Erstaunlich transparent. Die Farbe wurde erstaunlich zart und transparent, ich hab das Rot im Hintergrund verstärkt, war keine so gute Idee.
Zweiter Druck (ein ghost) mit zusätzlicher schwarzer Farbe.
Dritter Druck auf einem Papierrest, mit viel Druck abgerieben, mit dem Falzbein. Angeschnittene Figur gibt mehr Tiefe.
Zwei Öldrucke, mit Linoldruckfarbe und roter Ölfarbe überarbeitet.
Linoldruckfarbe durchgezeichnet auf Schuhkartonpapier, Strich und Fläche. Die Figuren lösen sich in der Knitterstruktur auf.
Zweiter Abdruck von der Aktenhülle auf Kopierpapier, mit dem Falzbein angedrückt.
Abdruck vom ersten Druck auf Kopierpapier. Interessante Struktur, obwohl die Figuren nicht erkennbar sind. Könnte ich als Drucktechnik noch variieren, zum Beispiel mit verschiednen Farben übereinander drucken.
Mittwoch, 11. Oktober 2017
Gingko
Der Gingko im Kreuzbergweg wurde gefällt. Auf dem Weg vom Bahnhof zum Institut: da fehlt doch was ... Die Äste, die der Baum über die Gartenmauer in Richtung Nordwesten streckte, um die Nachmittagssonne aufzufangen. Ich habe dort buttergelbe Blätter gesammelt, mir die Zweige angeschaut, jetzt ist da ein Loch. Auf dem Boden liegen Blätter und Früchte, gelb wie Mirabellen und auch so groß, immer zwei oder drei an einem Stengel. Es war also ein weiblicher Baum, wie ich heute im Botanischen Garten gelernt habe.
(Ein Nachruf im Tagebuch: Kopie einer Gingkozeichnung, vom Beginn des vierten Kursmoduls, mit Buntstift ausgemalt.)
(Mit den gesammelten Blättern auf der Gelli-Plate gedruckt, mit Aquarell und Acryltusche übermalt.)
Er fehlt mir.
Freitag, 30. Juni 2017
Stammbaum und Ableger
Mama hat sich schon vor einiger Zeit einen neuen Familienstammbaum gewünscht. Die beängstigend große Leinwand steht schon seit einiger Zeit bei mir auf dem Treppenabsatz. Zwischen "keine Lust" und "wie mach ich das denn" stand sie immer weiter vor sich hin. Aber in Schottland hab ich einen Solitärbaum fotografiert, der mich an die alten Eichen in Brandenburg erinnert, lange her. Hudeeichen.
Als erstes der Hintergrund, der Himmel. Acryl. Später will ich mit Pastell drübermalen. Die Flasche Titanweiß war zu Ende, die nächste Flasche nennt sich MIneralweiß. Deckt mehr.
Auf der Ebene vor Comrie, kurz vor oder hinter dem alten Militärgelände, das die Gemeinde gekauft hat und nun entwickelt - gibt es ein korrektes Wort für "developped"?
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Als erstes der Hintergrund, der Himmel. Acryl. Später will ich mit Pastell drübermalen. Die Flasche Titanweiß war zu Ende, die nächste Flasche nennt sich MIneralweiß. Deckt mehr.
Beherrscht mein Wohnzimmer.
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Zuviel Acrylfarbe übrig: ein Paar Drucke mit der Gelli-Plate, schon ziemlich spät, was der Spielerei zugute kommt. Muster eingezeichnet mit der Kante eines Gingko-Blatts und der breiten Cola-Feder.
Dienstag, 20. Juni 2017
Da war doch noch was ...
Ja: mein Kurs! In der Zwischenzeit habe ich völlig die Verbindung dazu verloren und mußte mich an die Arbeit mit Figuren und Gruppen zwingen. Nach so viel Landschaft liegen mir ganz andere Bilder und Themen am Herzen ... Aber ich bin im vorletzten Kapitel des Moduls, und es wird nicht besser, wenn ich es hinausschiebe. Außerdem kommt die Begeisterung mit der Arbeit.
Mit Fotos von Menschengruppen beim Rheinischen Wollmarkt in Kuchenheim fing es an. Und dann las ich die Kursaufgabe noch einmal und merkte, daß ich was überlesen hatte: Collagen.
Mit Fotos von Menschengruppen beim Rheinischen Wollmarkt in Kuchenheim fing es an. Und dann las ich die Kursaufgabe noch einmal und merkte, daß ich was überlesen hatte: Collagen.
Erstmal ganz einfach: ein bedruckter Bogen (Kornblumen aus dem letzten Modul) auf schwarzem Hintergrund. Schöner Kontrast.
Das hatte ich schon mal - hab ich erst später gemerkt, als ich meine Blätter wiedergefunden hatte. Bleistift, Inktense-Stifte für die Umrisse und Aquarell, darauf ein paar ausgeschnittene Figuren. Die hellen funktionieren nicht und sind falsch platziert. Ich könnte sie mit den Farben der überschnittenen Figuren übermalen, damit sie in den Hintergrund treten.
Die Collage der Collage ... ein Ausprobier-Foto. Ein besprühter und bedruckter Bogen von einem früheren Modul, ausgeschnitten und auf ein Blatt Stellfeld-Hefte aufgeklebt. Beide Papiere haben Patina und passen zusammen. Das ist jetzt wirklich eine "crowd".
Das fertige Blatt, etwas größer als A4. Die blauen Kinder tanzen über den Hintergrund. Es gefällt mir, aber ich kann nicht genau sagen, warum.
Vor der Pause entstanden. Mit Abstand war mir klar, daß die weißen Figuren etwas Farbe brauchen, auch wenn sie hell bleiben sollten. Mit der Änderung sind sie viel mehr in das Bild integriert. Kinder an einem Zaun oder an einem Gitter. Die Figuren im Hintergrund waren mit Neocolor II entweder durch die Schablone oder als Umriß gezeichnet (und dann ausgefüllt) und naß übermalt.
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Druck machen. Mit Ölfarbe, einer Dokumentenhülle und viel Zeit. Das Kraft-Papier nahm die Farbe nur zögernd auf, ich muß fest reiben. Hab aber auch die Farbe genommen, wie sie aus der Tube kam, ohne weiteres Öl oder Malmittel. Einerseits besser so, damit sich das Papier nicht so voll Öl saugt. Die Farbe muß dann eher reichlich aufgetragen werden. Beim nächsten Mal gehe ich ein bißchen über die Umrisse hinaus, hier sind viele Grenzstreifen frei geblieben. Andererseits hat das Bild so auch Luft. Wie krieg ich Hautfarbe hin???
Am Pflanzenstand in Kuchenheim
Samstag, 19. November 2016
Ordnung und Geschichten erzählen
... oder wie wichtig ist Präsentation? Gestern habe ich bis Mitternacht am Tigerstitch-Post für das Kapitel 6 geschrieben, über Tag noch einen kleinen Druckstock und Drucke gemacht, die letzten für dieses Kapitel, hab ich mir geschworen, obwohl bei jedem Blatt neue Ideen kommen, eine Art Hydra. Möchte heute endgültig fertig werden.
Das ganze Material zu ordnen, wurde erst machbar als ich die Mappe, in die das Ganze rein soll, zusammengeklebt und die Blätter reingetan hatte. Mit dem Prozeß der Entstehung, den ich ja auch dokumentieren sollte, hat das jetzt nicht unbedingt was zu tun. Die Ordnung ergibt sich hinterher. Wird sie willkürlich aufgestülpt? Glaube nicht, aber sie folgt eigenen Regeln, unserem Bedürfnis nach dem Sortieren der Welt nach Ähnlichkeiten, Mustern, Gruppen. So wie wir uns in der Rückschau unser Leben als Geschichte erzählen und damit Bedeutung verleihen. - Die Mappe steht für sich, erzählt jetzt ihre eigene Geschichte, nicht mehr meine. Hätte ich den Post anders aufbauen können? Dazu hätte ich das Malen und Drucken usw. immer wieder unterbrechen müssen, um Notizen zu machen. Es hätte den Fluß gestoppt. Keine Option. Auf dem Boden ausgebreitet haben die Blätter noch eine andere Geschichte erzählt.
Fürs Drucken braucht es eigentlich immer mehr Raum, als so ein A4-Blatt bieten kann. Und auf einem A5-Blatt ist man noch mehr eingeschränkt. Insofern war Druck für dieses Kapitel nicht die beste Wahl. Oder ich hätte auf größerem Format arbeiten und dann was ausschneiden sollen.
Das ganze Material zu ordnen, wurde erst machbar als ich die Mappe, in die das Ganze rein soll, zusammengeklebt und die Blätter reingetan hatte. Mit dem Prozeß der Entstehung, den ich ja auch dokumentieren sollte, hat das jetzt nicht unbedingt was zu tun. Die Ordnung ergibt sich hinterher. Wird sie willkürlich aufgestülpt? Glaube nicht, aber sie folgt eigenen Regeln, unserem Bedürfnis nach dem Sortieren der Welt nach Ähnlichkeiten, Mustern, Gruppen. So wie wir uns in der Rückschau unser Leben als Geschichte erzählen und damit Bedeutung verleihen. - Die Mappe steht für sich, erzählt jetzt ihre eigene Geschichte, nicht mehr meine. Hätte ich den Post anders aufbauen können? Dazu hätte ich das Malen und Drucken usw. immer wieder unterbrechen müssen, um Notizen zu machen. Es hätte den Fluß gestoppt. Keine Option. Auf dem Boden ausgebreitet haben die Blätter noch eine andere Geschichte erzählt.
Der Druckstock, 4,5 x 5,5 cm ungefähr. Erstaunlich, wie fein sich der Vinylblock schneiden läßt. Ich hätte nicht gedacht, daß ich die Streifen links so hinkriege.
Mit dem anderen kleinen Druckstock und dem aufgerollten Muster. When in doubt, repeat ... Die Vorderseite meiner Mappe, zu groß für den Scanner.
Eine kleine Schar auf einem Katalogblatt.
Das ist keine Schar mehr, sondern eine Menge. Die Gesetzmäßigkeiten der Wiederholung, der Gruppierung.
Wie ein Spitzenvorhang vor dem Druck des Augenstreifens. Der Hintergrund scheint von der Kopfform abzulenken. Ob ich aus der Stempelform einen Klöppelbrief entwickeln könnte?
Eine Blüte mit vier gegenständigen Blättern.
Fürs Drucken braucht es eigentlich immer mehr Raum, als so ein A4-Blatt bieten kann. Und auf einem A5-Blatt ist man noch mehr eingeschränkt. Insofern war Druck für dieses Kapitel nicht die beste Wahl. Oder ich hätte auf größerem Format arbeiten und dann was ausschneiden sollen.
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Ein A5 Druck mit Acrylfarbe war noch übrig. Brusho drüber (Vermillion) und mit der Pipette Acryltusche draufgezeichnet. Dann mit Bleiche einzelne Flecke rausgeholt. Das würde auch mit Pastellstift gehen oder mit Gouache, aber durch die Bleiche erscheint das Papierweiß kräftiger.
Brusho Vermillion und Gamboge auf Acryl. Farbverläufe - könnte man noch deutlicher machen, einen ganzen Regenbogen. Dann Stellen rausholen ... Hydra.
Einer meiner ersten Gelli-Versuche, der Augenstreifen, Nuba und jetzt das Auge. Immer übereinander. Das Netz vom ersten Druck gibt einen guten Hintergrund. Und ich mag den Rahmen, der durch die A5 Schablone entstanden ist.
Die Bister-Zeichnung des Nuba-Gesichtes überdruckt, mit Gouache laviert und ausgemalt. Ich mag diese Streifenüberschneidungen total gern! Das Weiß ist wichtig, um das Bild zu ordnen. Verschiedenen Farben ... Hydra.
Der Ornament-Stempel auf dem Gelli-Druck auf Katalogseite. Das Blatt hat was ganz Winterliches. Das Ornament sieht aus wie abgefallene und skelettierte Blätter.
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Blätter ... ich lege wieder meine Sammlungen an, Stapel von Herbstblättern auf meinem ohnehin schon vollen Arbeitstisch. Das Ausmal-Fieber hat mich immer wieder mal beim Wickel. Entspannung zwischendurch.
Und eine andere Form der Entspannung. Die kleine Melodie. Ich sollte es drehen, so daß der Vogel nach oben wegfliegt. Eigentlich gehört da noch ein Stück Himmel dran - jawohl! Dann sollten aber die Stiche aus dem Vogel raus, und er sollte eine Umrandung, eine Kontur mit unsichtbaren Stichen bekommen. Oder ein Kästchen um ihn rum? (Wieder die Hydra am Werk. Aber hier ist es ok.)
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