Die Blaufrau

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Malen, Zeichnen und Textilkunst haben mich mein Leben lang begleitet, je länger, desto intensiver. Ich bin gespannt, wo es noch hingeht!
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Freitag, 21. August 2020

... und Farben - alles noch sehr blau

 Wieso bin ich plötzlich wieder auf die Ölfarben gekommen? DIE Farbe- Ich nehme einen Pinsel voll, fange an und möchte nicht mehr aufhören, fasziniert von den Farbabstufungen, Schattierungen, von der Sattheit und Leuchtkraft der Farben.

Doch, ich weiß. Das Medium W, das Ölfarbe wasservermalbar macht. Drüber gestolpert, ausprobiert, und nun stecke ich drin. Man sollte die Farbe vielleicht nicht mit Wasser verdünnen, aber das Hantieren mit dem Terpentinersatz entfällt, und damit wird die Prozedur viel unkomplizierter. Und die Wohnung riecht nicht tagelang nach Terpentin. Die Farbe trocknet auch schneller und gleichmäßiger; tatsächlich besteht auch das Medium Rapid, das ich schon habe, überwiegend aus Alkydharz wie das Medium W, vielleicht geht es auch damit? Und was geht da eigentlich chemisch vor? Nachlesen.

Ein Probeblatt, vorher schon mit Farbresten bemalt, weiter übermalt, Linien mit dem Spachtel reingekratzt.

 

 
 
 
Zwischenstand: eins meiner Cornwall-Bilder (die Cornwall-Fotos sind wie eine Schatztruhe, die ich noch gar nicht angerührt habe). Die ersten beiden Schichten. Ich möchte das Foto nicht abmalen, es ist der Anstoß, ich möchte vereinfachen, in Streifen von Farbe auflösen. Farben aufbauen, die das Gefühl dieser Landschaft am Meer wiedergeben. Noch ist alles sehr blau.
  



Samstag, 15. Februar 2020

Winterfarben

Nach der Wanderung an Maria Lichtmeß ("Lichtmeß - Spinne vergess - krumm Mess in die Hand - in de Wingert gerannt") Erinnerung an die Farben, mit Stoffen und Fäden.





Aus der Schnipselschachtel, grau und braun. Wie farbig das immer noch wirkt.


Ein Abend an der Nähmaschine, mit zusätzlichen Schnipseln und verschiedenen grauen Nähgarnen - und einem Gelbgrün, Vorgeschmack auf den Frühling. Die Seide wellt sich zwischen den Stichen und bekommt Struktur, die anderen Stoffe werden flacher, die Farben werden gedämpft. 

Malen mit der Nähmaschine. Sie greift auch die kleinsten Stückchen noch sehr gut. In die Kiste mit den Nähmaschinenproben. Vielleicht wird ein Stoffbuch daraus. Welche Stiche eignen sich noch für das Übernähen? Wie mischen sich die Farben des Stoffes und des Nähfadens?
 


 Die Rückseite.

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Noch mehr Nachklang der Winterfarben im Tagebuch - die farbigen Kohleblöcke, Pastell, Buntstifte. Hier und da ist schon der Frühling zu ahnen ...





Collage über die Zeit - der Fotoschnipsel mit den Blüten klebt schon länger, dann ist der Schnipsel von den Kurs-Aufwärmübungen dazu gekommen, dann die wiedergefundene Quittung aus London vom Besuch 2000. Es darf langsam zueinander finden.

Samstag, 14. Dezember 2019

Regen, Recycling, Reste

Gefühlt eine Woche mit lauter Regentagen - feine Tropfen, von kalten Windböen übers Land geblasen.


Grafit mit Wasser verwischt, Buntstifte - es ist nicht nur eine Regen- sondern auch eine Buntstiftwoche.
 


Regen auf der Achtsamkeitswanderung zur Maisbüschkapelle letzten Sonntag, Regen auf der Fahrt abends nach Köln zu Boesner, um meine Buntstifte abzuholen.





 Und mal kein Regen am Morgen beim Früstück. (Später dann hats natürlich wieder geregnet ...)


Recycling: die großen Bögen mit den Aufwärm-Zeichnungen vom Workshop in der Alanus-Akademie hab ich zerschnitten, auf etwas größer als A5 - voller Linien in Kohle, Pastell, weichem Bleistift. Probeweise mal mit Buntstiften übermalt. 






Obwohl ich sie fixiert habe, verwischen die Striche (ich glaube, das war Conté Carré) etwas unter dem Buntstift, aber sie bleiben ganz gut sichtbar. Formen, Tiefe, vielleicht sogar ein Gegenstand entstehen durch die Farbverteilung.  



 Mit Wachskreiden. Decken stärker als die Buntstifte. Noch mit Pastellübermalung ausprobieren. Man kann sicherlich auch nochmal was freikratzen - Schichtarbeit ;-))

Ein ganzer Stapel der Blätter ist zusammengelegt, um das nächste Buch zu binden - das wird wohl ein Ausmalbuch für (eine) Erwachsene werden. Mal gespannt, was dabei rauskommt ...


Reste



 Beim Heimkommen auf dem Bahnsteig ein letzter Streifen Licht über den Hügeln.



 Die Reste des Herbstes. Ich hab die Blätter zu spät zwischen Buchseiten zum Pressen gelegt, mit dieser interessante Struktur sind sie dann trocken wieder rausgekommen.




Wörtlich genommen. Mit der Armschiene letztes Wochenende. Jetzt fühlt es sich wieder in Ordnung an.

Sonntag, 24. November 2019

Lahn

Hin und wieder ein Lahn-Läppchen. Ich habe immer noch das Frühlingsgrün in diesen Wäldern vor Augen, den ruhigen Fluß. 



Jetzt erst fällt mir auf, daß die Form links oben aussieht wie ein großes Blatt! Wie blind kann man sein ... Ein Haus im Wald. Stoffmalfarbe am rechten und linken Rand; die Farbe verblaßt beim Trocknen sehr, ich muß das berücksichtigen und beim Auftragen kräftig in den Farbtopf greifen.




 Ich weiß nicht, warum ich mir diese Form ausgesucht habe - das Labyrinth in Steinfeld? Das Ornament auf meinem Untersetzer aus Kirgistan?



 Maschinen- und Handstiche, glänzendes Nähgarn und mattes Wollgarn, übrige Fäden vom Weben.



 

Sonntag, 15. September 2019

Läppchen

Ein anderes Wort für "Stück", für ein zweckfreies Stück Stoff, von mir zusammengestellt, bestickt und was weiß ich was da noch kommt. Ein Läppchen.

 



 Work in Progress. Mich stört die weiße Blüte links.













Die umgedrehte Ansicht, mit einem dunkleren Stück Stoff auf der weißen Blüte (es lebe die einfache Lösung!)

 Das Gelb und das Rosa mit passenden Linien verstärkt - bei der  Stickgarnfarbe ist es wohl gut, etwas heller zu wählen. Die Blüten im Stoffgrund werden dadurch ziemlich aufgelöst, gehen in den Hintergrund, auch das Stück schwarze und rote Seide unter dem rosa Sticktwist links. Räumlichkeit.

Ein Musterläppchen zum Lernen. Erst mochte ich die bunten Stoffe gar nicht (wieso hab ich die überhaupt so zusammengestellt? es sollte mal ein Lesezeichen für Ellen werden, aber ich fand es dann so häßlich ...). Jetzt ist die Buntheit gedämpft, nicht nur durch die Farben der Stickfäden sondern auch durch die Struktur der Stiche auf dem Stoff, das geriffelte, das Licht und Schatten verteilt. (Wie bei den ersten Versuchen Weiß auf Weiß, das erste Taschentuch. Nochmal in dieser Schlichtheit probieren?)

 



 Drei Schichten Stiche - da geht bestimmt noch mehr ...



 Ich mag diese transparente Seide.








Das Foto ist nur zu Show ;-)) Gibt es einen Aspekt wieder, den die anderen Fotos nicht zeigen? 

Dienstag, 10. September 2019

Dunkelbunt







Nach dem Alanus-Wochenende: einfache Linien mit dem dunkelsten Rot, das ich als Sticktwist habe (der Faden muß etwas kräftiger sein, Nähgarn ist zu dünn), und vielleicht später noch Linien quer dazu in Braun. Abdunkeln. Die Farben auf einem viel zu bunten Stück zusammenziehen. - Es ist schon so viel mit der Farbe los und den Schichten, daß ich ganz einfach sticken kann. 

Dunkleres Rot kaufen. Bei Tageslicht ein Foto von dem Stück machen, bei dem die Farben besser rauskommen, eben war es schon zu dunkel. 

   


 

Dienstag, 8. Januar 2019

Neues zum Jahresanfang

In Bauernhäusern habe man die Küchen oft hellblau gestrichen, um Insekten abzuschrecken. Schreibt Roger Deakin irgendwo. Und plötzlich war das Bild der blauen Küche in meinem Kopf. Ein Bild aus dem langen trockenen heißen Sommer - wäre ich im Winter auch darauf gekommen?

Mal wieder einen Pinsel in der Hand haben, sagte Eva (Vielen Dank fürs Mit-Malern!), auch wenn es kein Künstler-Pinsel ist.





 "Licht der Gletscher" heißt die Farbe. Je nach Beleuchtung erscheint sie mal mehr blau (Tageslicht) oder mehr grün (Kunstlicht). Ich habe sie noch nicht bei Sonne gesehen.








Tea Time in blau.




 Ein schöner Rahmen für die schöne Anrichte.

 


 Neue Aufhänger aus dem "Lädchen" für die Geschirrtücher und die Schürze.







Zwischen Irritation und Faszination: Tieger immer dabei.

Heute ist die Tür zum Abstellraum auch noch fertig geworden. Das Einhängen wird ein letzter Kraftakt werden. 

Sonntag, 22. Juli 2018

Besonderes

Das neue Skizzenbuch, gekauft 2005 in London mit Ilona: hingerissen in der National Gallery, der Tate Gallery, in St. Paul's, abends im Pub, im Bus oben ganz vorn auf dem Weg vom B&B in die City, nur Augen, ein wundervolles Wochenende. Ein so schönes Buch, daß ich mich bisher nicht getraut habe, es zu benutzen. Ein so schönes Buch, daß nur etwas Besonderes würdig ist, da reingezeichnet zu werden. Nur kein Druck ;-))



 Carnation, Lily, Lily, Rose - ich denke immer, das sind nicht nur die Namen der Blumen, sondern auch die dieser bezaubernden Kinder.



 Frühstückszeichnung mit B6. Negativformen. Das Papier ist schön rauh und recht dick. Die Sonnenblume wächst aus meiner Bienenweide heraus wie eine Königin, die weit über ihren Hofstaat hinausragt.




Ein so faules Wochenende - so viel Zeit ganz für mich, und ich habe eigentlich nur der Zeit beim Verstreichen zugesehen. 
Dann hab ich mich doch noch aufgerafft. 


Buntstifte (meine Sammlung aus Derwent, Faber, Inktense) und PanPastel. In der Schale die Farben geschichtet: Grüntöne, Lilatöne, Blau. Welche Farbe hat eine Feige? Je öfter ich gucke, desto mehr sehe ich. - Das Licht kommt natürlich von der falschen Seite, nicht vom Himmel, egal. Es macht Spaß, auf dem PanPastel-Auftrag zu zeichnen, zu radieren. Noch viel auszuprobieren. 

Zwölf Feigen auf dem Teller, das erste Jahr, in dem sie tatsächlich reif werden, in diesem grandiosen Sommer. Wie dunkel werden sie, solange sie noch gut sind? Ich habe gebratene Feigen in einer Nudelsoße gegessen, Salat mit Feigen und Minze. Sonst mag ich Früchte in einem herzhaften Essen nicht so gern, aber die Feigen sind gut mit was Salzigem. Mal sehen, was für Rezepte ich sonst noch finde. 

Sonntag, 4. März 2018

Aus dem Fundus

Strickfieber, wie ganz früher, als ich an einem Wochenende einen Pullover strickte und mir dabei die Schultern verspannte. Aus den Resten der Rowan Felted Tweed Wolle, ein bißchen pflanzengefärbter Wolle noch aus Berlin, ein paar Meter eines zusammengestellten Knäuels in Blau, Schwarz und Grau.





 


Für meinen Nacken, wenn ich im Sessel sitze ...




Keine Überlegung mehr, welches Kleidungsstück ich um diese Knöpfe herum stricken oder nähen könnte ... Ein Platz für Solitäre. Die drei Knöpfe sind aus Berliner Zeiten.
 


Ein Geschenk von Sabine aus London


 Ob es den Knopf-Paule in der Zossener Straße noch gibt?

Obwohl das Kissen eine sehr spontane Idee war, hab ich das Gefühl, etwas fertig gemacht zu haben, das schon lange angefangen rumgelegen hat. Es war das Material, besonders die Knöpfe, die ältesten Teile. Sehr befriedigend. Eine Art Ordnung. Ein kleines Stückchen Ordnung in meinem Materiallager, das ich immer nur mühsam vor dem Überquellen  bewahre. 

Montag, 2. Oktober 2017

Herbst im Ahrtal





 Blicke aus dem Küchenfenster






Blicke vom Karlskopf


Donnerstag, 6. April 2017

Pastellfest


Soo lange nichts mehr zu Papier gebracht! Am letzten Sonntag ist die Lust an der Farbe unerwartet stark ausgebrochen, bei Eva im Atelier in Dedenbach. 

Das Papier konnte gar nicht groß genug sein - und sonst fühle ich mich schon mit einem A3-Blatt überfordert! Nein, diesmal mußten es gleich vier A2 Blätter sein (for the record: Fabbriano Tiziano in mittelgrau), alle zusammen an Evas Malwand, und dann wollten die beiden A2 Bögen Kraftpapier, mit denen ich den Pastellstaub aufgefangen hatte, auch noch bearbeitet werden. 





























Den Anfang hat die Bewegung gemacht, mit den dicken farbigen Kohlestücken. Fortgesetzt mit großen und kleinen weichen Pastellkreiden, gestrichelt, gekritzelt, verwischt, Linien, Flächen. Auf so einer großen Fläche kann die Bewegung ein kreatives Element werden und bringt Ideen, auf die der Kopf und die Augen allein nicht kommen. 

Der rote Rahmen ist der Teppich im Alexander-Raum. Die Blätter machen sich schön dort! 

Was hier nachklingt, sind meine Erlebnisse beim Wandern, Farben, Landschaften, die rhythmische Bewegung. Ohne darüber nachzudenken, ist das alles eingeflossen, ohne den Versuch, eine Landschaft abzubilden, stecken Landschaften in den Bildern. Ich bin immer noch erstaunt ...

Bei Nachklingen habe ich aber auch sofort die wunderbare Lesung vom 17. März im Kopf. Leben und Geisteswelt der Hildegart von Bingen, von Eva nachgezeichnet und von Sigrid Hergarten mit Klanginstrumenten untermalt, verstärkt, in eine sinnliche Dimension gebracht (in LEA - Atempause (https://www.lea-atempause.de/) in Dedenbach).