Die Blaufrau

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Malen, Zeichnen und Textilkunst haben mich mein Leben lang begleitet, je länger, desto intensiver. Ich bin gespannt, wo es noch hingeht!
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Sonntag, 12. Juli 2020

Wortkarg

Das Textilbuch zum Wochen-Workshop von Mandy Patullo. Darüber hab ich jetzt im Stitch Club schon so viel geschrieben, ich hab gar keine Lust auf Wiederholung. Deshalb lass ich das jetzt mal so stehen.












 

Mittwoch, 15. Februar 2017

Wie

Ein paar Stücke zusammen.





Zwei Monde und ein Fundament, eine Spiegelung, ein Übergang von Tag und Nacht (auch das schon eine Geschichte). Ich habe verschiedene noch unklare Ideen, was daraus wird, aber mein erkälteter müder Kopf ist kein gutes Werkzeug. Es sind Ideen für einzelne Bereiche, z. B. die Form der Gewölbe in dem hellen Sockel aufzugreifen, oder oben blaue Vorstiche wie eine Art Himmelsdunst zu sticken, ein Schleier. Aber was ist das Ganze?








 Der Mond vorgestern. 






Und meine Streithähne. So sehen sie aus, als könnten sie kein Wässerchen trüben... Wenn nichts los ist bei Schmusen und Spielen, fixiert Lilly von unten Tieger auf dem Regal so lange, bis er anfängt zu knurren und sie mit Flaschenbürste in Richtung Tisch springt. So kann man Konflikte auch herbeistarren.

Montag, 24. Oktober 2016

Welches Tier?

Weiter überlegen, welches Tier wohl mit dieser Schamanenmaske gemeint war. Welches Tier hat so eine Nase? Bär? Die geschlängelten Formen auf den Wangen hab ich in anderen Masken gefunden, und an Totempfählen, waren Flügel. Der Rabe. Weiter überlegen. - Erstmal Farbe ins Gesicht, mit Pastellstiften. Auch eine Art Ausmalen. Warme Farben gegen das Petrol der dunklen Linien und Formen. 




Ein bißchen Picasa. Farbumkehrung ist mal wieder attraktiv, die kühlen Blautöne. Die Schwarzweiß-Variante sehr archaisch, unten rechts unheimlich, geisterhaft. In der extremen Vereinfachung ein Druckstock.





Eine Kopie der durchgepausten Linienzeichnung, in die Bereiche des Gesichts zerschnitten. Die Augenpartie wie eine Maske mit Handgriff. Was kann alles weggelassen werden?


 


Ausgeschnittene Formen sind fertig und fast arrangiert, aber das poste ich, wenns fertig ist. - Die übrigen vier Gesichtsbereiche sind jetzt vier einfache Umrisse - die jetzt in ihre Formen zerlegen und etwas auseinanderziehen, Zahnzwischenräume auch ausschneiden. Ja, gute Idee. Arbeit für die nächsten Abende.

Das rechte Auge im Detail. Ich mag die Linien, die nach rechts runter zur Wange gehen und den petrolfarbenen Streifen kreuzen. Die Augenpartie ist sowieso die interessanteste, das Linienspiel um die Augen. Die ganze Partie groß und farbig? Noch mehr Arbeit für die nächsten Abende. 
 



 Unerwartete Symmetrien ...

 


Das Herbstprojekt. Die Anordnung ist sicher inspiriert von dem Buch über Wegkreuze, das ich im modernen Antiquariat gefunden habe. Ein Wegstein mit aufgehendem dunklem Mond. Herbstfarben, so grau wie die Tage jetzt sind. Laubfarbe muß noch rein - farbiger Sticktwist für die Linien, golden und rot und rotbraun. Ist das eine Nische mit zwei Türen, die geschlossen sind?

 

Mittwoch, 19. Oktober 2016

Nur gucken

Zu mehr hat es nicht gereicht - falsch: zum Gucken und Ausprobieren muß ich mir eine Lichtung Zeit freischaufeln, aus dem Alltags-Machen-Modus bewußt heraustreten. Inhibition (Raum zum Atmen, zum Sehen, Raum für alles Mögliche - eine weitere Umschreibung für Inhibition). Gestern abend auf dem Küchentisch.

Das Taschentuch Nummer zwei



 So weit gediehen. Eine neue Form ist dazugekommen, das Schachbrett, ein "Auswuchs" der Vorstichreihen. Spricht mit den Stoffquadraten, nimmt das aufgenähte Patchworkstück auf. Schachbrettblume, fällt mir ein.






Und jetzt komm ich erstmal hier nicht weiter, weil mir das graubraune Stickgarn und die weiße Nähseide ausgegangen sind. Ich kann sie erst am Samstag nachkaufen.


Der sanfte Stern

 


Wo wird der mal landen? Sicher nicht auf dem bunten Sammelsurium, auf dem er jetzt liegt (ausgebreitete Stückchen auf dem Küchentisch, bedecken schon einiges an Fläche). Er ist wie ein Vexierbild, auf dem das Auge hin- und herschaltet und sich nicht entscheiden kann. So viele Formen darin zu sehen. Mir gefällt das Un-Exakte im Exakten, es ist ein bißchen spielerisch, offen, ein Augenzwinkern. Die traditionellen Patchwork-Formen sind mir immer etwas streng, besonders wenn sie aus neuen Stoffen gemacht sind. 


Hin und her


Ich brauch wirklich eine neue Kamera! Zwei Stückchen aus dem Walnußglas auf den zusammengesetzten Stoffproben (das waren teure italienische Stoffe, damals aus Berlin, von Sabine abgegriffen, glaube ich; feine Wollstoffe, ein schöner gedämpfter Hintergrund. Ich hatte sie für mein altes Boppard-Projekt beiseite gelegt, das nicht über einige teilweise ganz schöne Proben hinausgelangt ist. - Meine Bestandsaufnahme steht noch aus.) Die gedämpften Farben passen gut aufeinander. Vielleicht zu gedämpft?

 



Mein geliebter alter Schlafanzugstoff. Und schon ist da eine Art Gebäude mit Kuppeldach. Und schon ist da eine Art Landschaft. Wie schnell wir etwas eine Bedeutung zuschreiben. 

 

 dunkler und heller Himmel, es steht in der Nacht und im Tag (wie aus Mio, mein Mio)


 Die Variante (oben) gefällt mir ganz gut...



ein Turm auf der Grenze zwischen Nacht und Tag
 


das ist aber auch ganz schön - vom hellen Vordergrund in den dünklen Hintergrund

 

Erstmal weggelegt. Es hat Zeit ...


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Die Jahreszeit beginnt, in der ich meine Wohnung an den Wochentagen nur noch bei künstlicher Beleuchtung sehe. Alle Farben verfälscht im Lampen- oder Kerzenlicht. Und jetzt regnet es, seit gestern abend, auch das ist dunkel. Ich genieße den Regen, den Gedanken, daß sich der Rhein wieder füllen und seine Kiesbänke zudecken kann. Die Kraniche ziehen jetzt über Bonn und das Drachenfelser Ländchen und über den Scheidskopf, wo wir sie vor Jahren mal gesehen haben, aber das war erst im November ...