Die Blaufrau

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Malen, Zeichnen und Textilkunst haben mich mein Leben lang begleitet, je länger, desto intensiver. Ich bin gespannt, wo es noch hingeht!
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Samstag, 14. Dezember 2019

Regen, Recycling, Reste

Gefühlt eine Woche mit lauter Regentagen - feine Tropfen, von kalten Windböen übers Land geblasen.


Grafit mit Wasser verwischt, Buntstifte - es ist nicht nur eine Regen- sondern auch eine Buntstiftwoche.
 


Regen auf der Achtsamkeitswanderung zur Maisbüschkapelle letzten Sonntag, Regen auf der Fahrt abends nach Köln zu Boesner, um meine Buntstifte abzuholen.





 Und mal kein Regen am Morgen beim Früstück. (Später dann hats natürlich wieder geregnet ...)


Recycling: die großen Bögen mit den Aufwärm-Zeichnungen vom Workshop in der Alanus-Akademie hab ich zerschnitten, auf etwas größer als A5 - voller Linien in Kohle, Pastell, weichem Bleistift. Probeweise mal mit Buntstiften übermalt. 






Obwohl ich sie fixiert habe, verwischen die Striche (ich glaube, das war Conté Carré) etwas unter dem Buntstift, aber sie bleiben ganz gut sichtbar. Formen, Tiefe, vielleicht sogar ein Gegenstand entstehen durch die Farbverteilung.  



 Mit Wachskreiden. Decken stärker als die Buntstifte. Noch mit Pastellübermalung ausprobieren. Man kann sicherlich auch nochmal was freikratzen - Schichtarbeit ;-))

Ein ganzer Stapel der Blätter ist zusammengelegt, um das nächste Buch zu binden - das wird wohl ein Ausmalbuch für (eine) Erwachsene werden. Mal gespannt, was dabei rauskommt ...


Reste



 Beim Heimkommen auf dem Bahnsteig ein letzter Streifen Licht über den Hügeln.



 Die Reste des Herbstes. Ich hab die Blätter zu spät zwischen Buchseiten zum Pressen gelegt, mit dieser interessante Struktur sind sie dann trocken wieder rausgekommen.




Wörtlich genommen. Mit der Armschiene letztes Wochenende. Jetzt fühlt es sich wieder in Ordnung an.

Sonntag, 24. November 2019

Blätter

Selten hab ich einen Herbst so genossen wie diesen.


 Blatt von einem der Elsbeerbäume am Bienen-Lehrpfad. Sehr fest und stark.



 Blinde Konturzeichnung auf Steinpapier mit teilweise wasserlöslichen Buntstiften, angelöst und nochmal drübergezeichnet auf das nasse Papier. Es saugt überhaupt nicht, braucht sehr lange zum Trocknen.




Die Farbe trocknet mit vielen feinen Rändern auf. Wie die kleinen Blattadern.








Auf dem Weg zum Supermarkt aufgesammelt, die Blattunterseite ist wunderbar dunkelrot gefärbt. Ganz klassisch mit Buntstift abgezeichnet (es ist so schön, die Farben zu schichten!), auch Steinpapier. Ich hab den Schatten nicht gezeichnet, aber irgendwie scheint das Blatt zu schweben. 

Wunderbare Beschäftigung für einen schönen Sonntag. Dabei komme ich mir immer wie ein Kind vor. "Setz dich doch hin und mal was." Bei der nächsten Wartezeit mit Kinderecke könnte ich mir ja die Malsachen nehmen ... (Wann wird mein neuer Albrecht-Dürer-Kasten kommen? Als hätte ich nicht schon reichlich Stifte. Geburtstags- und Weihnachtsgeschenk an mich.)

Sonntag, 27. Oktober 2019

Licht - Spiele

Spiele: solche Fotos entstehen nur dann, wenn ich ganz entspannt gucke, gedankenlos, auf nichts aus - spielend. 


Morgen-Blick vom Frühstückstisch aus dem Küchenfenster. Gegen-Licht - eher Mit-Licht.






 Keine Bäume, sondern meine letzten Dillstengel.


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Abend-Blick: mein aktuelles Läppchen gegen die Lampe gehalten, Rückseite. 




Vorderseite. Ein Berliner "Werk", Wiese mit Schafgarbe, Gras und Kornblumen, zerschnitten und von unsäglichen Schichten Vlieseline befreit (was hab ich mir nur dabei gedacht damals! wahrscheinlich: das macht man so), neu zusammengesetzt, weitere Stoffstücke dazu, das Bild braucht Gelb - Licht.    



 Mir schwebt was vor wie: der Eindruck statt des Abbilds. Eine Wiese ist so dicht bewachsen, so viele Halme, so viel Bewegung, Fülle. Nichts Isoliertes. Und das Licht darin mit dem weißen Rayonfaden schräg, es ist gut, daß der so schimmert gegen den etwas stumpferen Sticktwist. 



Die Stickerei der Blüten und Stengel gefällt mir immer noch, das hab ich nicht schlecht gemacht. Schön, daß ich damit weiterarbeiten  kann, daß es nicht verschwindet unter der neuen Schicht. 

Manche Flächen frei lassen? Noch mehr Kontrast. Bei den anderen Stücken probieren.

Sonntag, 15. September 2019

Läppchen

Ein anderes Wort für "Stück", für ein zweckfreies Stück Stoff, von mir zusammengestellt, bestickt und was weiß ich was da noch kommt. Ein Läppchen.

 



 Work in Progress. Mich stört die weiße Blüte links.













Die umgedrehte Ansicht, mit einem dunkleren Stück Stoff auf der weißen Blüte (es lebe die einfache Lösung!)

 Das Gelb und das Rosa mit passenden Linien verstärkt - bei der  Stickgarnfarbe ist es wohl gut, etwas heller zu wählen. Die Blüten im Stoffgrund werden dadurch ziemlich aufgelöst, gehen in den Hintergrund, auch das Stück schwarze und rote Seide unter dem rosa Sticktwist links. Räumlichkeit.

Ein Musterläppchen zum Lernen. Erst mochte ich die bunten Stoffe gar nicht (wieso hab ich die überhaupt so zusammengestellt? es sollte mal ein Lesezeichen für Ellen werden, aber ich fand es dann so häßlich ...). Jetzt ist die Buntheit gedämpft, nicht nur durch die Farben der Stickfäden sondern auch durch die Struktur der Stiche auf dem Stoff, das geriffelte, das Licht und Schatten verteilt. (Wie bei den ersten Versuchen Weiß auf Weiß, das erste Taschentuch. Nochmal in dieser Schlichtheit probieren?)

 



 Drei Schichten Stiche - da geht bestimmt noch mehr ...



 Ich mag diese transparente Seide.








Das Foto ist nur zu Show ;-)) Gibt es einen Aspekt wieder, den die anderen Fotos nicht zeigen? 

Dienstag, 10. September 2019

Dunkelbunt







Nach dem Alanus-Wochenende: einfache Linien mit dem dunkelsten Rot, das ich als Sticktwist habe (der Faden muß etwas kräftiger sein, Nähgarn ist zu dünn), und vielleicht später noch Linien quer dazu in Braun. Abdunkeln. Die Farben auf einem viel zu bunten Stück zusammenziehen. - Es ist schon so viel mit der Farbe los und den Schichten, daß ich ganz einfach sticken kann. 

Dunkleres Rot kaufen. Bei Tageslicht ein Foto von dem Stück machen, bei dem die Farben besser rauskommen, eben war es schon zu dunkel. 

   


 

Freitag, 28. Juni 2019

Fadenspiele

Fortsetzung zum Material





Ein Abend an der Nähmaschine. 



 Schichten/Schattierungen entstehen sehr schnell. Mit verschiedenen Garnen ausprobieren!



Linie mit Überfangstich, grau auf gelb. 



Das Probestück zur Auswahl des Stiches, mit PanPastel eingefärbt.  




gedruckt auf meine frische Arbeitstischunterlage, sehr fein und ausbaufähig!

 
 

Donnerstag, 18. April 2019

Frühstück mit Freesien

Die übriggebliebenen Freesien (Tischschmuck der kleinen bctp-Geburtstagsfeier vor einer Woche): jeden Morgen Betrachtung. Ein unkomplizierter Anlaß für Blinde-Kontur-Zeichnungen, die ich eigentlich seit vielen Jahren liebe (und öfter machten könnte ;-))





Auf den kleinen Blättern (15x15, glaube ich) - die Tusche im Rapidographen braucht immer ein Weilchen, bis sie fließt. Die gebrochenen Striche haben auch was.



 Mit dem Zeichenfüller, gleich ein viel stärkerer Strich. Warum hab ich an einigen Stellen so gezittert? Alter?






 Beim Abtrennen der Blätter vom Block Schattenbilder vor dem morgensonnigen Küchenfenster.

Drei Schichten: Zeichnung, Blumenzweig, Farbe vom Küchenfenster.


 Von klein zu groß: auf meinem größten Zeichenblock, 42 x 59,4 -  das Schöne an einem freien Tag: ich kann gleich weitermachen, brauche die Ideen nicht zu verschieben.

Der dicke Grafitstift (mal mit Kohle!), unterschiedlich stark aufgedrückt, mehr Vielfalt im Strich. Ganz andere Gesten möglich. Gut platziert auf dem Bogen. 

 Ich glaube, ich bin auf der Suche nach meinem Strich. Nicht die genaue Wiedergabe des Gesehenen, das steht auf einem anderen Blatt (ha!), sondern etwas Ungeplantes, weniger Festgelegtes ("die Spur, nicht die Leistung", gerade bei Erhart Kästner gelesen in "Ölberge, Weinberge").


"Das hat sie natürlich nur für mich gemacht!"