Die Blaufrau

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Malen, Zeichnen und Textilkunst haben mich mein Leben lang begleitet, je länger, desto intensiver. Ich bin gespannt, wo es noch hingeht!
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Sonntag, 12. Juli 2020

Wortkarg

Das Textilbuch zum Wochen-Workshop von Mandy Patullo. Darüber hab ich jetzt im Stitch Club schon so viel geschrieben, ich hab gar keine Lust auf Wiederholung. Deshalb lass ich das jetzt mal so stehen.












 

Samstag, 14. Dezember 2019

Regen, Recycling, Reste

Gefühlt eine Woche mit lauter Regentagen - feine Tropfen, von kalten Windböen übers Land geblasen.


Grafit mit Wasser verwischt, Buntstifte - es ist nicht nur eine Regen- sondern auch eine Buntstiftwoche.
 


Regen auf der Achtsamkeitswanderung zur Maisbüschkapelle letzten Sonntag, Regen auf der Fahrt abends nach Köln zu Boesner, um meine Buntstifte abzuholen.





 Und mal kein Regen am Morgen beim Früstück. (Später dann hats natürlich wieder geregnet ...)


Recycling: die großen Bögen mit den Aufwärm-Zeichnungen vom Workshop in der Alanus-Akademie hab ich zerschnitten, auf etwas größer als A5 - voller Linien in Kohle, Pastell, weichem Bleistift. Probeweise mal mit Buntstiften übermalt. 






Obwohl ich sie fixiert habe, verwischen die Striche (ich glaube, das war Conté Carré) etwas unter dem Buntstift, aber sie bleiben ganz gut sichtbar. Formen, Tiefe, vielleicht sogar ein Gegenstand entstehen durch die Farbverteilung.  



 Mit Wachskreiden. Decken stärker als die Buntstifte. Noch mit Pastellübermalung ausprobieren. Man kann sicherlich auch nochmal was freikratzen - Schichtarbeit ;-))

Ein ganzer Stapel der Blätter ist zusammengelegt, um das nächste Buch zu binden - das wird wohl ein Ausmalbuch für (eine) Erwachsene werden. Mal gespannt, was dabei rauskommt ...


Reste



 Beim Heimkommen auf dem Bahnsteig ein letzter Streifen Licht über den Hügeln.



 Die Reste des Herbstes. Ich hab die Blätter zu spät zwischen Buchseiten zum Pressen gelegt, mit dieser interessante Struktur sind sie dann trocken wieder rausgekommen.




Wörtlich genommen. Mit der Armschiene letztes Wochenende. Jetzt fühlt es sich wieder in Ordnung an.

Sonntag, 24. November 2019

Seitenweise

Weitere Seiten im Rossetti-Buch.


 Die letzten Worte in Derek Jarmans Tagebuch, an seinen Lebensgefährten, der ihn bis zum Tod begleitet und betreut hat, der ihn immer wieder Liebe und Freude hat spüren lassen. Mir fällt dazu immer noch die Diskussion zwischen Rosa von Praunheim und einer Frau aus der christlichen Ecke ein (bestimmt dreißig Jahre her oder mehr), während der sie allen Homosexuellen grundsätzlich die Fähigkeit absprach, sich an einen anderen Menschen zu binden, daher seien sie nicht zur Ehe geeignet. 

Meine Buchstabenschablonen aus dem Kurs. Griff in die Vorratskiste - sollte ich viel öfter machen.




Gedicht über Gedicht: von Alice Walker

 

Petroglyphen-Nachzeichnung (Aquarell auf der Arbeitstischunterlage) mit blindem Fenster. Warum? Ich weiß nicht...



 Auf der Suche nach den schönen Wörtern - finde ich sie manchmal.



Die Schablone meines Mohn- und Weizenfeldes aus dem Kurs. Grund in Brusho schwarz, Bleiche mit der Feder durch die Schablone gezeichnet. Ein weiterer Griff in die Schatzkiste. Ist ziemlich abstrakt geworden. Vielleicht hätte die Bleiche einen Aquarellgrund noch stärker ausgewaschen? Mal versuchen.

Mittwoch, 23. Oktober 2019

Auf der Suche nach schönen Worten

Es fängt damit an, daß ich ausräume. Ist irgendwie dran. Die Gedichtbücher hab ich bisher immer ausgespart, aber nun gucke ich mir die auch an - und finde den Band mit Gedichten von Christina Rossetti, der nur geistliche Gedichte enthält, so viel Zerknirschung und Schuld, Wertlosigkeit, Schwäche, Schande ... in so schöner Sprache. (Nicht die Gedichte, die ich so toll finde, wie Goblin Fair usw.)





Ein altes Buch von 1898 mit geripptem Papier wie Ingres, Büttenrand und gutem Einband. Zu schade zum Wegwerfen, und im Bonner Bücherschrank wird es kaum einen Liebhaber finden. Also ein Buch zum Reinmalen, Kleben, vielleicht auch Schreiben? Ein paar Reste der Dichterin muß es doch noch geben - ich könnte mir die Wörter raussuchen, die mir gefallen ... ich könnte ...




 Die Seiten sind schön gestaltet mit dem großzügigen Rand, der lädt ein.



 Aquarell, Inktense- und Albrecht-Dürer-Stift, die getrocknete Blüte lag auf dem Arbeitstisch in einer Ecke. Ich glaube, ich kann besser mit zufällig Gefundenem als mit sorgfältig Zusammengestelltem. Vielleicht ist das ein Niederschlag von Derek Jarmans Büchern, die ich gerade fasziniert lese. Sein Garten auf dem Kieselstrand von Dungeness, die Vorstellung, die seine Beschreibungen auslösen.


Der Zensor hat zugeschlagen: Schwarzes Gesso und Buntstift.


 Auf das Gesso kann ich später noch gut mit Pastell --- 




Mit Lasurorange und einem Stück Tortenspitze. Manchmal finde ich auf der ganzen Seite kein schönes Wort.
 





Nasser Inktense-Stift gerollt und goldfarbene Tusche, mit der Pipette aufgetragen.



 Gesammeltes und Gefundenes - davon gibt es noch viel!



Ich grabe Altes aus - Schablonen aus dem Kurs. Die Striche sehen aus wie Teppichfransen. Auch mit nassem Albrecht-Dürer-Stift gezogen.


Nur ein Anfang. Das ist ein Buch zum immer wieder dransetzen und was machen und ausprobieren und rumspielen.