Die Blaufrau
- Tieger
- Malen, Zeichnen und Textilkunst haben mich mein Leben lang begleitet, je länger, desto intensiver. Ich bin gespannt, wo es noch hingeht!
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Sonntag, 12. Juli 2020
Wortkarg
Das Textilbuch zum Wochen-Workshop von Mandy Patullo. Darüber hab ich jetzt im Stitch Club schon so viel geschrieben, ich hab gar keine Lust auf Wiederholung. Deshalb lass ich das jetzt mal so stehen.
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Sonntag, 15. April 2018
Weiter
Was sollte das nochmal werden? Ich glaube, ein Tischset. (Weniger einschüchternd als "ein Bild". Ist aber mittlerweile eins geworden, obwohl ich immer noch vorhabe, es zu benutzen.) Bekommt eine Erweiterung / Rand / Rahmen / Fortsetzung.
Die Stickerei ist so dicht geworden. Das Stück flimmert. Vielleicht nach außen hin mehr offen lassen?
Zu den Blumen einen Vogel. Ein Insekt würde auch gut passen! Auf dem Rand ist ja noch reichlich Platz ...
Was für eine Geschichte entsteht da, und wie?
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Freitag, 29. September 2017
Form des Erzählens
Mein Tagebuch: Etwas verschiebt sich. Die Worte sind nicht mehr das Haupt-Medium, sondern Anker für die Zeichnungen. Früher hab ich mir was mit Worten erzählt, jetzt zeichne ich. Und werde überrascht: zum Beispiel von meinem alten Traum, eine Ballonfahrt zu machen - hatte ich komplett vergessen, und auch beim Auftauchen der beiden Ballons neulich am Nachmittag ist er mir nicht eingefallen, erst beim Zeichnen und bei den Worten, die ich dazu aufgeschrieben habe. Archäologie der Wünsche. Die Momente des Erlebens und des Zeichnens, beides sehr sinnliche Vorgänge, verschränken sich.
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Sonntag, 28. Mai 2017
Erlebte Landschaft
Alles so fremd hier ... Nach etwas mehr als drei Wochen Wandern durch Schottland und der Zeit vorher und nachher finde ich mich allmählich wieder ein. Nehme die Fäden in die Hand, einen nach dem anderen, langsam. Und ach ja: meinen Blog gibt es ja auch noch ;-)
Die Fotos habe ich bearbeitet, betitelt. Nun beginnt das Aussuchen: welche Abzüge? Welche Fotos kann ich zeigen? Denn sie erzählen niemandem außer mir eine Geschichte. Steine, Wasser, Wolken, Berge, Sonnenlicht, Bäume, Tiere (soweit sie stillgehalten haben) Was mich berührt hat, ohne einen Gedanken an Mitteilung. Vielleicht teilen sie doch was mit ...
Die Fotos habe ich bearbeitet, betitelt. Nun beginnt das Aussuchen: welche Abzüge? Welche Fotos kann ich zeigen? Denn sie erzählen niemandem außer mir eine Geschichte. Steine, Wasser, Wolken, Berge, Sonnenlicht, Bäume, Tiere (soweit sie stillgehalten haben) Was mich berührt hat, ohne einen Gedanken an Mitteilung. Vielleicht teilen sie doch was mit ...
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Donnerstag, 6. April 2017
Pastellfest
Soo lange nichts mehr zu Papier gebracht! Am letzten Sonntag ist die Lust an der Farbe unerwartet stark ausgebrochen, bei Eva im Atelier in Dedenbach.
Das Papier konnte gar nicht groß genug sein - und sonst fühle ich mich schon mit einem A3-Blatt überfordert! Nein, diesmal mußten es gleich vier A2 Blätter sein (for the record: Fabbriano Tiziano in mittelgrau), alle zusammen an Evas Malwand, und dann wollten die beiden A2 Bögen Kraftpapier, mit denen ich den Pastellstaub aufgefangen hatte, auch noch bearbeitet werden.
Den Anfang hat die Bewegung gemacht, mit den dicken farbigen Kohlestücken. Fortgesetzt mit großen und kleinen weichen Pastellkreiden, gestrichelt, gekritzelt, verwischt, Linien, Flächen. Auf so einer großen Fläche kann die Bewegung ein kreatives Element werden und bringt Ideen, auf die der Kopf und die Augen allein nicht kommen.
Der rote Rahmen ist der Teppich im Alexander-Raum. Die Blätter machen sich schön dort!
Was hier nachklingt, sind meine Erlebnisse beim Wandern, Farben, Landschaften, die rhythmische Bewegung. Ohne darüber nachzudenken, ist das alles eingeflossen, ohne den Versuch, eine Landschaft abzubilden, stecken Landschaften in den Bildern. Ich bin immer noch erstaunt ...
Bei Nachklingen habe ich aber auch sofort die wunderbare Lesung vom 17. März im Kopf. Leben und Geisteswelt der Hildegart von Bingen, von Eva nachgezeichnet und von Sigrid Hergarten mit Klanginstrumenten untermalt, verstärkt, in eine sinnliche Dimension gebracht (in LEA - Atempause (https://www.lea-atempause.de/) in Dedenbach).
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Mittwoch, 15. Februar 2017
Wie
Ein paar Stücke zusammen.
Zwei Monde und ein Fundament, eine Spiegelung, ein Übergang von Tag und Nacht (auch das schon eine Geschichte). Ich habe verschiedene noch unklare Ideen, was daraus wird, aber mein erkälteter müder Kopf ist kein gutes Werkzeug. Es sind Ideen für einzelne Bereiche, z. B. die Form der Gewölbe in dem hellen Sockel aufzugreifen, oder oben blaue Vorstiche wie eine Art Himmelsdunst zu sticken, ein Schleier. Aber was ist das Ganze?
Zwei Monde und ein Fundament, eine Spiegelung, ein Übergang von Tag und Nacht (auch das schon eine Geschichte). Ich habe verschiedene noch unklare Ideen, was daraus wird, aber mein erkälteter müder Kopf ist kein gutes Werkzeug. Es sind Ideen für einzelne Bereiche, z. B. die Form der Gewölbe in dem hellen Sockel aufzugreifen, oder oben blaue Vorstiche wie eine Art Himmelsdunst zu sticken, ein Schleier. Aber was ist das Ganze?
Der Mond vorgestern.
Und meine Streithähne. So sehen sie aus, als könnten sie kein Wässerchen trüben... Wenn nichts los ist bei Schmusen und Spielen, fixiert Lilly von unten Tieger auf dem Regal so lange, bis er anfängt zu knurren und sie mit Flaschenbürste in Richtung Tisch springt. So kann man Konflikte auch herbeistarren.
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Montag, 2. Januar 2017
Noch mehr Haring und Lowry
Wie wichtig die dicken Umrißlinien sind! Die Figuren sind gleich viel lebhafter.
Und die CAD-bearbeitete Variante ist auch nicht schlecht. Die weißen Umrißlinien, wo die Figuren vor schwarzem Hintergrund stehen, machen viel aus. So kleine Details.
Im Sketchbook. Nur zwei Figuren können schon eine Szene ergeben. Geschichten erzählen mit Figuren. Richtung: eine Anordnung von Linien. Der laufende Mensch quert die Linie und kommt dadurch automatisch nach vorn. Man könnte ihn ausschneiden und aufklappen.
Noch eine Seite Lowry
Ich mag diese graugetönten Menschen. Was macht das dünne Mädchen? Arbeitet sie in irgendeinem Büro? Wonach halten die Kinder Ausschau? Eine gute Demonstration, wie Tiefe entsteht durch die kleineren, blasseren, ungenaueren Figuren.
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