Die Blaufrau

Mein Bild
Malen, Zeichnen und Textilkunst haben mich mein Leben lang begleitet, je länger, desto intensiver. Ich bin gespannt, wo es noch hingeht!
Posts mit dem Label Färben werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Färben werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 12. Oktober 2016

Kreise ziehen

Julia Cameron schreibt an verschiedenen Stellen, daß Suppekochen ein prima Mittel zur Anregung der Kreativität ist. Plätzchenbacken fällt bestimmt auch in diese Kategorie. (Kann aber auch zum Mittel der Vermeidung werden.)


 


 Linzer Törtchen


Himmel und Stern

Herbsthimmel.Erinnert mich an die Reise 2008, White Peak, Dark Peak, auch im Oktober. Die schönsten Himmel jemals zwischen Regen und Sonne über den viktorianischen Stauseen am Pennine Way, von Standedge nach Mankinholes. 




 

und der Beginn eines sanften Sterns, mit selbstgefärbtem Garn gestickt. Quadrate und Dreiecke. - Das Sticken ist leicht, die Nadel gleitet durch den mürben oder grob gewebten Stoff wie ein Fisch durch Wasser, ein Vergnügen für meine Mittelfingerkuppe und die Hornhaut darauf. 


Maske



 Eine Tlingit-Schamanenmaske für den Kurs. Ich rätsele noch: Eine Schlange auf der linken Wange? Blätter auf der rechten und unter dem Kinn? Auch die Ohren sind Blattformen. Wasserläufe um die Augen? Was bedeuten die Formen oben auf dem Schädel? Die Zeichnung ist noch nicht fertig, das ist erstmal nur neugieriges Sehen.


Quadrat, Rechtecke, Kreisbogen über ein paar Buntstiftflecken. (Ich glaube, da hatte Karin die Progresso Buntstifte ausprobiert.) Der Aufbau auf dem Hit-Flachdach, Spiegelungen in den Fensterscheiben. Neue Formen, alte Formen wiederentdeckt, ein Moment des Sehens beim Frühstück.


Ich habe meine Kreise gezogen zwischen Plätzchenbacken, Fotografieren, Sticken, Zeichnen; Erinnerung und Gegenwart; einem fremden Land und einem vertrauten Blick aus meinem Fenster. Kreis: Berührt viele Punkte, die an ganz verschiedenen Stellen liegen können; die schon durch die bloße Möglichkeit dieser Kreisbahn verbunden sein können. Ich bin ein Kreis.

Mittwoch, 5. Oktober 2016

Gesammeltes Wochenende

Zu müde, um was Kreatives zu machen, also nur ein Bericht, um den blauen Faden nicht zu verlieren. 


Für den Kurs: Ta Moko für Männer, ein Schema. Gestern gezeichnet. Darauf kann ich die Einteilung klarer sehen als auf der großen Skulptur mit den vielen Details. Bleistift und Tinte. Und ein Haufen Ideen, was ich damit weiter mache.

Das große Walnußfärbeglas am Sonntag ausgeräumt. Die Stoffstücke sind wie mit einem sehr willkürlich-wilden Shibori-Falt- und Knittermuster bearbeitet. Besonders schön über der blauen Färbung.
Das rote Garn hat einen schönen Herbstlaubton bekommen, und der blaumelierte Sticktwist ist grünlichbraun.
 





 Spaziergang an der neuen Umgehungsstraße entlang Richtung Ahrweiler. "Mein" Birnbaum im abgeernteten Feld.



Am Wegrand die Samenkapseln von Disteln, daumenlang, mit fein ziselierten Flügeln gefüllt, die die Samenkörner halten. Sie streuen bei der kleinsten Bewegung. Die Kapsel wie der Kopf eines sehr stachligen Fischs.



Windrädchen-Blume und Schatten vor dem Küchenfenster heute morgen. 


Manchmal reicht Sammeln, um den Kontakt nicht zu verlieren, selbst wenn sonst nichts anderes möglich ist. 

Dienstag, 27. September 2016

Walnuß und Zwiebeln





Die Gläser sahen aus wie mit zwei verschiedenen Arten Ursuppe gefüllt. Eins mit Walnußschalen aus den Ahrwiesen (trocken und steinhart unter den Füßen, gelbes Gras, einzelne grüne Halme, die schon einschrumpfen, weil das Wasser fehlt), eins mit Schalen meiner Zwiebeln aus dem Garten. Übers Wochenende auf der Fensterbank. Am Tag heizten sie sich in der Sonne auf, nachts kühlten sie runter wie im Kühlschrank.

Die Garne sind in Abstufungen gefärbt, je nach Lage das Fadens im Strang. Mal sehen, wie lang die Farbe hält, es ist nichts fixiert. 




Sticktwist, Seide und Perlgarn mit Walnuß


Perlgarn und Baumwolle aus der Ateliergemeinschaft mit Zwiebelschalen



Perlgarn mit Walnuß (unten) und Zwiebelschalen (oben) 

Ich freu mich schon drauf, mit diesen Garnen zu sticken. Sie fühlen sich auch nach dem Ausspülen ein bißchen fester an als vor dem Färben, als hätten sie eine Substanz aufgesogen, was ja vielleicht auch stimmt. 

Und hier der nächste Ansatz mit Walnußschalen von Micha, in einem Riesen-Gurkenglas. (Bei mir ist nun Sauregurkenzeit.) Drin sind Baumwollstoffe, ein paar Stückchen aus der Blaufärbung von neulich, ein Stück rosa Bettuch von Barbara und zwei Stränge Garn, blaumelierter Sticktwist und dünnes pinkfarbenes Garn von einer der Spulen. Was für ein Material? Weiß nicht. Lauter sehr leuchtende Farben, stark glänzendes Garn. Wie wird die Farbe "ermüden"? Es müßte ein matt leuchtendes Rotbraun werden.