Die Blaufrau

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Malen, Zeichnen und Textilkunst haben mich mein Leben lang begleitet, je länger, desto intensiver. Ich bin gespannt, wo es noch hingeht!
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Donnerstag, 9. April 2020

Fortsetzungen

Weitere Stich-Probe, Folge der 1. Challenge-Woche; über Schrift - das auch zur Probe von einer Laserdrucker-Kopie mit Lavendelöl auf Stoff übertragen. Mit Nähgarn gestickt, also sehr fein; Farbschleier, kräftiger als erwartet.





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 Das Wohnzimmer riecht intensivst nach Lavendelöl. Drei Fotos aus Potsdam auf alten Kissendamast übertragen als Stickgrundlage, mit Teeblättern zusätzlich eingefärbt, weil das Weiß zu grell ist. - Fortsetzung eines kaum angefangenen Projekts. 
 




 Malereien - Reste davon - in den Fensterlaibungen des Belvedere







Von einem Foto des Michaelsbrunnens übertragen - wozu hab ich schließlich diese ganzen Fotos von Steinen, Oberflächen, Baumrinden usw? Hierauf probiere ich erstmal Vorstich-Variationen aus, auch mit Nähgarn. Richtungen.

Das Projekt schiebt sich in den Vordergrund, obwohl ich zunächst an was anderes dachte (Steinfeld, den Garten der Stille); ist also wohl jetzt dran. Mal sehen, ob ich es so verfolgen kann, wie ich es jetzt plane. 

Samstag, 15. Februar 2020

Ich gehe nach ...

... das ist ja nichts Neues. Seit unserer Wanderung dorthin an Maria Lichtmeß ist mir der Weiselstein und der schöne Nadelwald drumherum nicht mehr aus dem Kopf gegangen. Also bin ich nachgegangen - mit dem Bus in Richtung Niederzissen, zum Rodder Maar, dem Königssee und dem Weiselstein. Und dann noch über Schalkenbach nach Hause. Beruhigt, daß ich noch eine Tagestour schaffe.

Vor dem Sturm ...





 Rast am Königssee, windstill in der Senke



Der wahrscheinlich weniger begangene Weg zum Weiselstein, an der südöstlichen Seite.


 

Sonntag, 27. Oktober 2019

Licht - Spiele

Spiele: solche Fotos entstehen nur dann, wenn ich ganz entspannt gucke, gedankenlos, auf nichts aus - spielend. 


Morgen-Blick vom Frühstückstisch aus dem Küchenfenster. Gegen-Licht - eher Mit-Licht.






 Keine Bäume, sondern meine letzten Dillstengel.


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Abend-Blick: mein aktuelles Läppchen gegen die Lampe gehalten, Rückseite. 




Vorderseite. Ein Berliner "Werk", Wiese mit Schafgarbe, Gras und Kornblumen, zerschnitten und von unsäglichen Schichten Vlieseline befreit (was hab ich mir nur dabei gedacht damals! wahrscheinlich: das macht man so), neu zusammengesetzt, weitere Stoffstücke dazu, das Bild braucht Gelb - Licht.    



 Mir schwebt was vor wie: der Eindruck statt des Abbilds. Eine Wiese ist so dicht bewachsen, so viele Halme, so viel Bewegung, Fülle. Nichts Isoliertes. Und das Licht darin mit dem weißen Rayonfaden schräg, es ist gut, daß der so schimmert gegen den etwas stumpferen Sticktwist. 



Die Stickerei der Blüten und Stengel gefällt mir immer noch, das hab ich nicht schlecht gemacht. Schön, daß ich damit weiterarbeiten  kann, daß es nicht verschwindet unter der neuen Schicht. 

Manche Flächen frei lassen? Noch mehr Kontrast. Bei den anderen Stücken probieren.

Mittwoch, 23. Oktober 2019

Klostertage

Die Tage im Kloster Steinfeld liegen jetzt schon wieder ein paar Wochen zurück - und sind trotzdem noch sehr gegenwärtig für mich. Ein ganz besonderer Ort, eine besondere Zeit mit dem Anfang des Herbstes, eine besondere Gefährtin.


 Durchgang zur Akademie, zum Labyrinth, zum Garten der Stille (nach vielen Jahren begegnet er mir wieder!)



In der Basilika: St. Potentinus - ich finde, er sieht aus wie eine Frau, die sich als Ritter verkleidet hat.



 Die wunderschönen Deckenmalereien



 Die drei strengen Herren an der Wand des Seitenschiffs hatten es mir schon beim ersten Besuch angetan.
 


 Licht-Spiele locken uns nach draußen
 


 ins wunderschöne stille Kuttenbachtal


 der Wasserturm
 


Durchblicke in der Spätnachmittagssonne 
 


 Im Regen unterwegs nach Nettersheim
 


 Noch einmal das Medusenhaupt am Grünen Pütz - 
für mich mehr ein Flußgott



 Ein Sonnenstrahl kommt durch!



 Gilles Schirm hat kurze Pause.




 Das Matronenheiligtum an der Görresburg - Stilleben an der Stele, Stilleben als Gabe an die Matronen



 Der Hain gegenüber vom Tempelnachbau ist noch interessanter als das Heiligtum selbst.
 


Das haben andere vor uns auch schon festgestellt. Vielleicht sollte ich auch mal eine kleine Matrone machen ...





 Die weite Wiese vor dem Kloster mit Sonnenstreifen


 Dramatischer Eifel-Herbst-Himmel


 Bauerngarten in Steinfelderheistert - ich hab noch nicht rausgefunden, was das Wort "Heistert" bedeutet. Es kommt in einigen Ortsnamen in der Eifel vor, für sich oder zusammengesetzt wie hier.
 


 Die Stare sammeln sich.



Die Kühe und Kälber kuscheln zusammen wie Kätzchen.


 Noch mehr dramatischer Eifelhimmel



 Der schöne Gang vom alten Klosterbereich zum neuen Gästehaus



Die Hauskapelle von außen



Stühle am Labyrinth unter den Kastanien
 


 Im Garten der Stille
 










 

Samstag, 31. August 2019

Nachfreude

Nun bin ich schon über einen Monat wieder zuhause, träume auch nicht mehr von Flughäfen und Zwischenaufenthalten an steppenartigen Orten mit bizarren Regeln, und mein Schlafzimmer ist mir auch in der Nacht wieder vertraut. Aber die Zeit in Kirgistan wirkt immer noch. Unter anderem in den vielen Bildern, die nur in meinem Kopf sind (weil ich in der Gruppe nicht die Ruhe zum Sehen und Fotografieren fand, weil die Kamera bei der Flußüberquerung naß geworden ist und sich nicht mehr rührte): die Friedhöfe mit den vielen vielen Halbmonden auf Stäben, den kleinen Kuppeln auf quadratischem Sockel, den Silhouetten von orientalischen Städten. Die Frauen am Straßenrand, die geröstete Maiskolben, gesäuerte Getränke, Obst verkauften. Der Viehmarkt und der Mann, der ein geschlachtetes Schaf in seinem Kofferraum verstaute, der andere, der zwei Ziegen über die Straße führte. Die Bürgersteige in Bishkek, alle fünf Meter anders und unterschiedlich hoch gepflastert, so daß ich ständig gucken mußte, wo ich hintrat, um nicht zu stolpern. Die Gewürze im Osh-Basar, die endlosen Reihen von gleichartigen Ständen, Schuhe, Kleidung, Obst, Gemüse, Haushaltszubehör aus buntem Plastik. Die kleinen Wasserläufe, die die Chui-Avenue säumten, mit den staubigen Bäumen. Das Gebirge im Morgengrauen vom Flugzeug aus ...

Und viele Bilder sind tatsächlich festgehalten.
 


 Auf dem Weg von Bishkek ins Suusamyr Valley rasten wir hinter dem Paß, nachdem wir durch einen sehr engen Tunnel gefahren sind.



 Blick ins Suusamyr Valley, der Tag ist bedeckt, zwischendurch regnet es.



 Der Sommer kam spät, der Schnee lag lange. Erst Anfang Juli kommen die Hirten mit ihren Herden ins Tal und schlagen ihre Sommerlager auf.



 Sie bringen Schafe und Ziegen, Kühe und Pferde.



 Unser Basecamp mit den drei Jurten



 Wir filtern das Wasser vom Fluß, sorgen für ständigen Nachschub. Eine der Aufgaben - eine andere ist das Spülen, mit Plan.



 Blick zum Nachbarn rüber am ersten Morgen



 Das Tal am anderen Ufer, Kashka Tör



 Das Wetter kann sich sehr schnell ändern ...



 Der erste Survey-Tag, wir gehen in dieses Tal bis zum Ende.



 Noch nicht an die Höhe gewöhnt, schleichen wir über die unglaublichen Blumenwiesen.



 Manchmal zu sehen, fast immer zu hören: Murmeltiere.



 Die Blumenwiesen sind voller Schmetterlinge.



Große und kleine Vögel sind zu beobachten, hier eine Zitronenstelze.



An den Rändern der Schneefelder sind oft die Spuren zu finden, nach denen wir suchen: Steinbock, Pallas-Katze, Schneehuhn ... 



 Täglich wird der Schnee auf den Hängen weniger.



 Regenbogen am frühen Morgen - gegen sechs kam die Sonne über die Berge.



 Ein Steinbock, das häufigste Motiv für die zahlreichen Steinzeichnungen, die wir fanden, eingeritzt in den schwarzen Überzug auf vielen Steinen (desert varnish, entsteht wohl aus den Mineralien unter der starken UV-Strahlung)







 Edelweiß in der Nähe unserer Zelte



 Unsere Badestelle im Fluß - erst war es so kalt, daß wir es nur kurz aushielten, aber wir gewöhnten uns daran, wie auch an die Kälte am frühen Morgen, bevor die Sonne den Rauhreif von den Zelten schmolz.



 



 Die Hirten treffen sich zum Reiterspiel.



 Zwei Mannschaften kämpfen darum, das geschlachtete Schaf vom Boden aufzuheben und zum Zielpunkt beim Schiedsrichter zu bringen, versuchen einander das Schaf abzujagen ...





 Wir beobachten voll Spannung und versuchen, das Geschehen zu verstehen...







 Die Geschicklichkeit der Reiter und der Pferde ist faszinierend. Und manche Hunde sind mittendrin ...



 ... andere kümmern sich um ihre eigenen Angelegenheiten.



 Die Party endet am Basecamp mit viel Wodka und anderen Getränken, Musik und Tanz.


 Während die Sonne langsam hinter den Bergen verschwindet.



Nachbar Djoldosh ist in Hochform, und Beka sorgt dafür, daß der Wodka rundgeht.

 







 Unser Hundegast, von uns Fox genannt, ein Hütehund von Djoldosh, besucht uns für Streicheleinheiten und Extra-Essen.




 Plötzlich kommt abends eine Schafsherde durch das Camp ...



 Die Rucksäcke fertig gepackt, mit GPS, PLBs, Datenblättern, Karten, Kompaß, Rettungsdecken, Kits zum Kotsammeln, Funktelefon ... Aufbruch um 8 Uhr.







 Bei der Rückkehr am Nachmittag erwarten uns Regenschleier und Gewitterwolken über dem Paß im Osten. In den nächsten Tagen gibt es jeden Nachmittag ein Gewitter.



 Die Haupt-Paßstraße ist noch durch den Schnee gesperrt, wir nehmen eine Umgehung. 



 Zwei Fohlen am Lager


     

Schmelzwassersee am Talende - auf dem Rückweg (schnell, um vor dem Gewitter im Auto zu sein) passierte der Kamera-Unfall im Gebirgsfluß, der von hier aus das Tal herunterfließt.