Manchmal frage ich mich schon, wozu ich so viele Fotos mache. Ein riesiger Vorrat an Ansichten, Bildideen. Auch ein Festhalten, das versuche ich ja gerade abzulegen. Aber ab und zu mach ich was damit.
Anstoß: ich hab in das Buch über Egon Schieles Landschaften geschaut.
Es sollte
eigentlich gar nicht so detailliert werden. Während des Zeichnens kam
die Frage: welche Teile gehören nach vorn und welche
nach hinten, wie ist das konstruiert. Es wird dann, was es will, keine Beschränkung durch eine Regel, wenn es erstmal um das Abtasten und Erforschen geht.
Überraschend, wie dunkel der Bleistiftstrich im Ölpastell wird.
Als nächster Schritt schwebt
mir Pastell vor. Mit vielen Schichten und Strukturen. Und von dem Haus hab ich noch viele andere Ansichten, noch mehr zu Erforschen. Mehr Vorrat.
Die Blaufrau
- Tieger
- Malen, Zeichnen und Textilkunst haben mich mein Leben lang begleitet, je länger, desto intensiver. Ich bin gespannt, wo es noch hingeht!
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Montag, 7. August 2017
Donnerstag, 15. Dezember 2016
Erinnerung
Nun hab ich den blauen Faden wirklich aus den Augen und aus den Fingern verloren. Keine Kontinuität mehr. Und er fehlt mir. - Nicht, daß ich nichts getan hätte zwischen Arbeit (die sich mehr und mehr im Kopf breit macht, also ist Zeit für eine Pause) und Weihnachtsfeiern, Geschenke für Kollegen etc.
Mittlerweile ist das Kapitel gepostet, obwohl ich das Gefühl habe, ich habe erst die Oberfläche angekratzt. Trotzdem ist Zeit, es abzuschließen. Die Betrachtung hier hat mir gefehlt, das sollte ich nicht noch einmal schleifen lassen. Der Raum zum Nachdenken, zum Atmen.
Und eines Morgens, vorgestern, glaub ich, hatte ich die Erinnerung an den Saar-Hunsrück-Steig. Das Dorf mit der alten Kirche, in dem ich am Ende gezeltet hatte. Alle Dörfer dort heißen -weiler, ich erinnerte mich an Kirschweiler und eine Hügelkuppe dort in der Nähe, die Kirschweiler Festung, wo ich zwischen Felsen herumgeklettert bin, und an einen Bier- und Grillgarten, wo ich am sonnigen Nachmittag saß und aufs Essen wartete. Sensweiler hieß das Dorf, und hatte eine der ältesten Kirchen dieser Gegend. In der Kirchenmauer waren römische Steine verwendet, und vor der Kirche stand ein Baum mit einem eingewachsenen Steingesicht. Erinnerung blättert auf.
Und der Rothaarsteig Anfang September. Gestern abend, völlig erledigt, habe ich endlich die Fotos aufgeklebt und ein bißchen beschriftet. Gilt das auch als kreative Arbeit?
Musik: Return to the Woods von Joe Townsend und Martin Green
Literatur: Am ehesten Hans Jürgen von der Wense. Er ist in der Gegend von Brilon gewesen und dort gewandert. Seine Beschreibungen treffen nicht so sehr die Landschaft sondern die Wirkung, die sie auf ihn hatte.
Ausblick vom Campingplatz Brilon am Morgen, 2. September
Die Bruchhauser Steine, stehengebliebene Vulkanschlote, über dem Tal. Fotografiert vom Ginsterkopf aus, auf einem Kammweg, auf der anderen Seite ist Brilon-Wald.
Teil des alten Gehöfts in Küstelberg, das früher auch Handelslager war. Auf dem Kahlen Asten im Nebel. Dieses Hochplateau ist ein Biotop für sich. Der Regen hörte da langsam auf, die Baumgruppen erschienen im Nebel und verschwanden ...
Das Tal der Lenne unter den Wolken. Viele Flüsse entspringen an diesem Weg, die Möhne, die Ruhr, weiter südlich Lahn und Eder.
Sonnenaufgang an meinem Zeltplatz im Wald,
und das erste Sonnenlicht an der Ferndorfquelle
Im nächsten Jahr möchte ich den Weg zu Ende gehen.
Die Läufer sind unterwegs
hier aus der alten Schottland-Karte ausgeschnitten (rund um Loch Lomond), auf ein Kalenderblatt vom Rothaarsteig aufgeklebt, die "fell runners" unterwegs
Die Schatten der ausgeschnittenen Form (die wollte nicht flach bleiben): hiermit könnte man weitermachen. Den Negativraum so noch räumlicher machen.
Und meine Paint-Bilder. Zufallsentdeckungen, die mir Lust machen, mich mehr mit der Bildbearbeitung am Computer zu beschäftigen. Das ist suchterzeugend, hab ich festgestellt.
Mittlerweile ist das Kapitel gepostet, obwohl ich das Gefühl habe, ich habe erst die Oberfläche angekratzt. Trotzdem ist Zeit, es abzuschließen. Die Betrachtung hier hat mir gefehlt, das sollte ich nicht noch einmal schleifen lassen. Der Raum zum Nachdenken, zum Atmen.
Und eines Morgens, vorgestern, glaub ich, hatte ich die Erinnerung an den Saar-Hunsrück-Steig. Das Dorf mit der alten Kirche, in dem ich am Ende gezeltet hatte. Alle Dörfer dort heißen -weiler, ich erinnerte mich an Kirschweiler und eine Hügelkuppe dort in der Nähe, die Kirschweiler Festung, wo ich zwischen Felsen herumgeklettert bin, und an einen Bier- und Grillgarten, wo ich am sonnigen Nachmittag saß und aufs Essen wartete. Sensweiler hieß das Dorf, und hatte eine der ältesten Kirchen dieser Gegend. In der Kirchenmauer waren römische Steine verwendet, und vor der Kirche stand ein Baum mit einem eingewachsenen Steingesicht. Erinnerung blättert auf.
Und der Rothaarsteig Anfang September. Gestern abend, völlig erledigt, habe ich endlich die Fotos aufgeklebt und ein bißchen beschriftet. Gilt das auch als kreative Arbeit?
Musik: Return to the Woods von Joe Townsend und Martin Green
Literatur: Am ehesten Hans Jürgen von der Wense. Er ist in der Gegend von Brilon gewesen und dort gewandert. Seine Beschreibungen treffen nicht so sehr die Landschaft sondern die Wirkung, die sie auf ihn hatte.
Ausblick vom Campingplatz Brilon am Morgen, 2. September
Die Bruchhauser Steine, stehengebliebene Vulkanschlote, über dem Tal. Fotografiert vom Ginsterkopf aus, auf einem Kammweg, auf der anderen Seite ist Brilon-Wald.
Teil des alten Gehöfts in Küstelberg, das früher auch Handelslager war. Auf dem Kahlen Asten im Nebel. Dieses Hochplateau ist ein Biotop für sich. Der Regen hörte da langsam auf, die Baumgruppen erschienen im Nebel und verschwanden ...
Das Tal der Lenne unter den Wolken. Viele Flüsse entspringen an diesem Weg, die Möhne, die Ruhr, weiter südlich Lahn und Eder.
Sonnenaufgang an meinem Zeltplatz im Wald,
und das erste Sonnenlicht an der Ferndorfquelle
Im nächsten Jahr möchte ich den Weg zu Ende gehen.
Samstag, 12. November 2016
Draußen
Fachwerk in Lantershofen, auf dem Weg nach Karweiler
Plan: Eine Wanderung über die Dörfer in der Grafschaft, Fachwerk sammeln.
Schätze in der nahen Umgebung, sozusagen vor der Haustür. Das Wort Mikro-Abenteuer: vor einem Jahr etwa drüber gestolpert, es bedeutet eigentlich genau das. Aus dem Haus gehen und anfangen, zu gucken. Zu erleben.
Zum Maubisch-Paß hoch.
Wegkreuz an dem Sträßchen von Lantershofen nach Karweiler. Einer Susanna Rodden (oder so) ist hier irgendwas passiert, kaum noch entzifferbar. Eins der vielen vielen Kreuze hier in der Gegend, auf die ich erst durch das kleine Buch aufmerksam geworden bin.
Und was mag das früher gewesen sein? Am Rand von Karweiler, man geht hinter den Gärten entlang. Wie die Reste eines Turms. Oder jemand hat diese Steine gesammelt und fein säuberlich im Halbrund aufgeschichtet. Hinter Gartenbau Geller.
Dienstag, 4. Oktober 2016
Luna und Mond
Die kleine Luna schläft unter dem Mond. Das Bild, wie Luna in ihrer Voliere auf der Stange unter dem Giebel sitzt, hat sich in meinem Kopf festgesetzt. Ein Häuschen, ein Schrank ... Erinnerung an Fachwerk.
Das gleiche Schema, mit Unterteilungen durch Fenster, Balken.
In Lantershofen, Schmittgasse.
Labels:
Buntstifte,
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Mond,
Pastell,
Zeichnung
Sonntag, 18. September 2016
Unterwegs
Auslüften vorgestern: noch einmal eine Fahrt mit der Hunsrückbahn, und von Ehr aus durch das Holzbachtal nach Buchholz - mit vielen Mountainbikern, die dort ein Rennen fuhren - und weiter über das Sabelsköpfchen nach Boppard. Wieder sind wir auf halbem oder dreiviertel Weg den Schildern der Traumschleife Elfenlay anvertraut (Traumschleife: immer gut), diesmal in die andere Hälfte der Schleife. Ein schöner Weg. Das letzte Stück nach dem Sabelsköpfchen wird abenteuerlich, überraschende Treppchen in den Hang hinein, Gänsemarsch in der Schräge, Kletterei rauf und runter. Bis wir in der Flogtstraße rauskamen und erneut feststellten, dass es sich lohnen würde, in Boppard eine Tour durch die Gassen zu unternehmen.
... und noch eins in Ehr. Das Dorf liegt in einer kleinen Senke wie in einer flachen Tasse.
Auslüften vorgestern: noch einmal eine Fahrt mit der Hunsrückbahn, und von Ehr aus durch das Holzbachtal nach Buchholz - mit vielen Mountainbikern, die dort ein Rennen fuhren - und weiter über das Sabelsköpfchen nach Boppard. Wieder sind wir auf halbem oder dreiviertel Weg den Schildern der Traumschleife Elfenlay anvertraut (Traumschleife: immer gut), diesmal in die andere Hälfte der Schleife. Ein schöner Weg. Das letzte Stück nach dem Sabelsköpfchen wird abenteuerlich, überraschende Treppchen in den Hang hinein, Gänsemarsch in der Schräge, Kletterei rauf und runter. Bis wir in der Flogtstraße rauskamen und erneut feststellten, dass es sich lohnen würde, in Boppard eine Tour durch die Gassen zu unternehmen.
Meine Sammlung wächst: Fachwerkhaus in Remagen
... und noch eins in Ehr. Das Dorf liegt in einer kleinen Senke wie in einer flachen Tasse.
Weide im Holzbachtal
Das Wandererbuffet an der Buchholzer Hütte
Der klassische Blick auf den Bopparder Hamm vom Sabelsköpfchen
Vor der Fahrt eine der letzten Korbblütlerinnen am Gleis am Ahrweiler Bahnhof. Bis auf ein-zwei sind alle abgeblüht. Und meine zuhause hat Pfötchen abgefressen.
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