Die Blaufrau

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Malen, Zeichnen und Textilkunst haben mich mein Leben lang begleitet, je länger, desto intensiver. Ich bin gespannt, wo es noch hingeht!
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Freitag, 7. Dezember 2018

Badeofen

Nach gefühlten Urzeiten ein Stückchen Kursarbeit. Eigentlich nur inspiriert von der Grafitknetmasse, die ganz eigenartig zu verarbeiten ist. Gibt viel Farbe ab, wenn sie feucht ist, verliert die Feuchtigkeit schnell ans Papier und krümelt dann trocken von den Fingern runter. Matschepampe. 


Läßt sich mit Wasser vermalen - die Rostspuren auf dem Emaille des alten Badeofens. Wasserkanten, Grauabstufungen. Es kam mir eher auf den Eindruck an als auf eine exakte Wiedergabe, die war eher auf der Bleistiftzeichnung. Läßt sich (noch) schwer steuern.







  
Idee: ein Detail, die abblätternde Farbe. In Streifen gerissenes Papier für die rissigen Kanten, auf dunklem Grund. Mit dem Grafit einfärben, der sich dann körnig ablagert.

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Ich komme mit dieser Aufgabe nicht gut klar, deshalb hänge ich auch so ewig daran herum. Vielleicht nehme ich sie zu wörtlich, zu eng. Tonwerte, Linien, Muster. Eher von dem ausgehen, was auf den Fotos zu sehen ist, und micht gar nicht so um die Vorgaben scheren. Und wenn das auch heißt, daß ich von jedem Foto drei Anläufe mache.

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Bei Sturm und Regen und Adventlichtern: da war der goldene Kirschbaum, vor vier Wochen erst.


 

Dienstag, 7. August 2018

Richtig falsch verboten


Der Grillrost hängt am Schuppen, teilweise überwachsen von Brombeeren. Ich hab die Stäbe des Rostes tatsächlich mit Lineal gezeichnet, mit dem Gefühl, das ist verboten. 
 

Organische Linien und mechanische. Könnte ich den Kontrast  deutlicher machen, wenn ich die Blätter freier zeichne? (Und wie soll das gehen?) Ich bin immer noch zu sehr bemüht, es "richtig" hinzukriegen.

Wieder auf einem Blatt aus dem Stellfeld-Heften, B3.




 Noch eine Tonwertzeichnung: der alte Badeofen, auf dem teilweise vergilbten Blatt Hahnemühle Nostalgie mit B3. Noch keine Idee, was ich damit weiter machen könnte. Ich weiß immer noch nicht so genau, wie es von hier ab weitergehen soll. Hoffe, es zeigt sich.





Das Kaninchengitter - gilt das als Muster? Ich möchte sofort die Zwischenräume ausschneiden und die Schablone für alles mögliche verwenden. Durchgucken. Da durch drucken. (B2 Auf Gerstäcker Universal-Papier.)

 



 Aber erstmal muß hier was rein. Mit dem Grafit gemalt.


Ausmalen, wie wunderbar!

Mittwoch, 18. Juli 2018

Was mache ich hier?

Zeichnungen für den Kurs: Linien, Tonwerte, Muster. Wie so oft ist mir nicht klar, worauf es ankommt, worauf das Kapitel hinaus will. Also hab ich einfach mal mit einer Tonwertzeichnung und einer Strichzeichnung angefangen.



Der Gartenstuhl wäre auch interessant für eine Strichzeichnung. Ein Ausschnitt mit den vielen parallelen und rechtwinklig zueinander verlaufenden Linien, dazwischen das eine oder andere Metallteil, plllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll,k (Gruß von Tieger) paar Blätter. Vom Rad nach rechts ein Zickzackmuster.

Grundierung mit HB (zu hell), gezeichnet mit B3. Die dunklen Flächen immer dunkler und noch dunkler, damit die hellen Flächen (wenig Lichter) gut nach vorn kommen. - Der Radierstift funktioniert hier besser als der Knetgummi, präziser. 




Auf einem linierten Blatt aus den Stellfeldt-Heften, und die Linierung ist nicht waagrecht! Deshalb hab ich die horizontalen Gitterlinien kräftig gezeichnet, damit ich sie klar sehe. Ganz wegradieren ließen die sich dann nicht mehr. Also noch mehr Linien. 

Ich fand es unmöglich, das Gewirr der Gartenschläuche - Wolfgang hat zwei da hängen - ganz korrekt zu zeichnen. Einige Schlingen sind selbst konstruiert, einige fehlen. Die Negativformen zwischen den Schläuchen waren hilfreich. Hauptsache, das Ganze sieht irgendwie schlüssig aus. Es ist jedenfalls Bewegung drin.

Eine weitere Schwierigkeit war, die Linien passend ins Gitter zu setzen, aber auch den Schwung der hängenden Schläuche ohne Abbrüche hinzukriegen. Die Schläuche und die Zwischenräume wären ein schönes Puzzle. 


Mir fällt auf, daß in der Aufgabenbeschreibung für das Kapitel nur Pflanzenmotive vorkommen. Da fallen Fehler nicht so auf. Bei meinen Motiven muß ich, scheint mir, präzise zeichnen, damit es nicht falsch aussieht. Sollte ich mal versuchen, es so aus der Hand zu machen? Ich vermute, falsch zu zeichnen, so daß es "richtig" aussieht (wie van Goghs Stühle), könnte viel schwerer sein als richtig zu zeichnen.  

Und ich glaube, ich sollte mir kleinere Ausschnitte auswählen. Also doch eine Idee, worauf das Kapitel hinaus will.

Montag, 28. Mai 2018

Nachmittag am Gartenschuppen

Der schönste Mai aller Zeiten. 

Pflanzentagebuch um den Gartenschuppen herum. Gehören auch dazu, Brennesseln, Gräser, Efeu, Brombeeren. Ob ich die in meinen Leporello einarbeiten kann?

Der Beinwell wuchert. - Der Rapidograph bildet in letzter Zeit Tropfen an der Spitze, die ich hier schwungvoll ausziehe, um die Blatt- und Blütenspitzen des Beinwell zu zeichnen. Muß schnell gehen. Ich wollte langsam und genau zeichnen, aber der Stift wollte es anders.




Beim Gras war es noch schlimmer mit dem Tuschetropfen. Wie macht man aus der Not eine Tugend? Per Zufall den Abdruck der eigentlich festen Tusche auf der gegenüberliegenden Seite entdeckt. Weiter durchgerieben. Vielleicht funktioniert das nur so auf dem Steinpapier, das ja erstaunliche Eigenschaften hat. Es gibt viele solche Abdrücke in dem Buch.

 


Brombeerblüte am Gartenschuppen, die Riesenbrombeeren. Also auch Riesenblüten. Winkt.

 


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Weiter mit der Aufgabe. Mit Art Pen auf einem bedruckten Papier - ein Nebenprodukt von einem Durchgang mit der Gelli Plate, ich hab das Blatt aufgehoben und rausgesucht, fand es so schön mit dem Türkis und den Grau- und Brauntönen. Ich habe das Motiv passend zu den Farben auf dem Papier ausgesucht. 




Teilweise laviert, sonst mit Pastell eingefärbt. Eigentlich nur betont. Ich wollte das bedruckte Blatt nicht ganz zudecken. Es gibt einen schönen Eindruck von Alter, Patina, Schichten. Hab ich noch mehr Blätter?


  

Lavierungen


 Nochmal mit dem Stift über die Lavierung drübergehen! Bei den Brettern vor allem, die Holzstruktur aufbauen. Die Badewanne wirkt ziemlich flach, nochmal versuchen.


Sonntag, 20. Mai 2018

Muster und Gestalt

Gartenschuppen. Verändert sich immer. Jetzt blühen die Brombeeren an der Seite, das Gummi-Planschbecken für die Kinder lagert beim Fahrrad, Stelzen stehen am Kaninchenstall (wann haben da Kaninchen gelebt?). Der neue Räucherofen.

Ein schöner Nachmittag in einem der schönsten Maimonate, die Sonne im Nacken.

  

 Art Pen auf einem Blatt aus den Stellfeldt-Schreibheften. In dem Muster des Gitters in der Tür hab ich mich so verloren, daß mir das große Brennnesselblatt völlig untergegangen ist. Ich wollte es aber nicht weglassen. Schwarz vor dem Gitter, hell vor dem Dunkel unter dem Stall. (Wie wäre es, so eine Pflanze mit klaren großen Formen vor einem schwarzweißen Schachbrettmuster zu zeichnen?)

Der alte Fehler, das Ganze über dem Detail aus den Augen zu verlieren. Auch bei dem Gitter und damit der ganzen Tür, sie ist in Wirklichkeit höher. Ich nehme nichts richtig wahr, wenn ich es nicht gezeichnet habe. Das pure Sehen reicht nicht. Deshalb (denke ich) kann ich auch nicht aus dem Gedächtnis zeichnen. Es heißt, man kann das trainieren ...

Langsam bekomme ich Übung darin, Holz zu zeichnen.





Der neue Räucherofen ein kompakter Zwerg, mit der Gartenschlauchrolle drüber eine Figur, die Alte im Märchen, das Orakel. Sitzt da und wartet darauf, demütig angesprochen zu werden.
  
Vor der Gartenschlauchrolle hab ich mich bisher gedrückt, so viele Linien drüber und drunter. Die Entscheidung, die mit dem Tuschestift zu zeichnen, auch deshalb, weil der mich zu Vereinfachung zwingt. Den Mauerabsatz muß ich auf der linken Seite noch fortsetzen, und das Brett muß noch eins werden, bisher sind das nur Linien.

Sonntag, 8. April 2018

Schuppen im Frühling

Endlich warm genug, um draußen zu zeichnen! Unterm Kirschbaum sitzen mit dem Gesang der Vögel im Ohr ...





Die kleine Badewanne ist vom obersten Regalbrett auf den Boden gewandert, vielleicht für die Kinder. Um den Rand herum ist ein glänzender Metallstreifen - warum? Artpen mit wasserlöslicher Tusche auf Kraft-Papier. Ich bekomme Übung mit den welken Blättern. Zum Orientieren auf dem Blatt vor dem Loszeichnen zunächst ein paar Markierungen, die äußersten Punkte, dann ging es ganz gut.



Die Ansicht in Richtung Haus, die Schuppenseite, mit Pitt Artist Pen auf Universalpapier A4.

  


Viele Details hab ich weggelassen, weglassen müssen, vor allem die Brombeerranken. Darauf muß ich mich immer wieder neu einstellen. Ich mag es, zu dieser Vereinfachung gezwungen zu werden, zu mehr Großzügigkeit. Die Umgebung wollte dazu, der Grünabfall-Sack, die Mauer links, Stuhl und Tür und Hauswand.  

Bärlauch auf dem Boden, die schön geschwungenen Blätter. Ellen hat sie für Pesto geerntet, jetzt erscheinen die Blütenknospen. So lange nichts in der Kälte, und nun sind die Blüten schon fast draußen.
 Es ist ein Muster aus senkrechten / wagrechten / anders gerichteten Strichen. 





Auch das ist ein Muster, die Kreissegmente der Brennholzscheite. Viele Scheite haben noch ihre Rinde, dünn und glatt, dick und borkig. In die Zwischenräume muß dichtes Schwarz. Unten frische Brennnesselblätter, die möchten auch nochmal genau angeguckt werden. Der Aufbau der Hütte in mehreren Schichten, die unterste, flache Gehwegpflastersteine, hab ich hier nicht mehr drauf. Die Blöcke sind wie Preßspan. - Die Scheite haben viele Farbnuancen. Beim Kolorieren sollte ich mich auch davor setzen. - Tusche auf Stellfeld-Papier, A 5. Eine Amsel hüpfte über das Gras ...

Freitag, 16. Februar 2018

Hell auf Dunkel



Mit Krönchenfeder und Bister auf Kraft-Papier, A 5. Hier war es gut, vom Foto abzuzeichnen, ich konnte in Ruhe die herumliegenden Blätter und den Grusch dazwischen zeichnen und herausfinden, daß es auch in dem scheinbaren Durcheinander Schwerpunkte gibt, daß ich es organisieren, sortieren kann ... (das erinnert mich jetzt unangenehm an die Arbeit).





Laviert mit Aquarellfarben, mit Derwent Drawing Stiften stellenweise aufgehellt (die weichen, naturfarbenen). Hell auf dunkel macht mir merkwürdigerweise total viel Spaß.

Warum sind manche der Efeublätter dunkelgrün und manche heller? Sind die dunklen älter?




Und noch was Helles vor Dunkel. Mit der Nikon fotografiert. Ich muß noch rausfinden, wie das mit den Meßfeldern funktioniert.

Montag, 5. Februar 2018

Langsam

Weitere Zeichnungen aus dem Gartenschuppen - allerdings überwiegend mit Fotografien als Vorlage, im Warmen und Trocknen gezeichnet. 




Tusche mit Krönchenfeder gezeichnet (live draußen, danach mußte ich mich einige Stunden lang aufwärmen), mit Füller nachgestrichelt und mit Wasser laviert. Auf dem Badeofen ist weiße Gouache und Pastellstift, der ein besseres Weiß liefert.

Den Badeofen hat Wolfgang als Räucherofen umgebaut. Jetzt ist der Ofen weg, ersetzt durch einen gekauften Räucherofen. Wie gut daß ich die Fotos noch habe!






 Parker-Füller auf einem Stück aus einem Stellfeld-Zeichenheft. Laviert mit Wasser, Bister und gelber Tusche, die weiße Flasche und die Gartenschläuche sind mit Pastellstift überzeichnet. Der alte Eimer hängt jetzt auch nicht mehr da.





Pitt Artist Pen auf Kraft Papier. Eine ganz andere Art zu zeichnen, großzügig und notwendig ungenau, macht aber Spaß.

 



Rapidograph auf einem Blatt Stellfeld-Heft, hier das dünne Papier der Schreibhefte. Laviert mit Bister und Aquarell. Ich hab den grünen Gartenschlauch und das Sitzkissen in der Zeichnung nicht schattiert, weil ich da schon die Lavierung im Kopf hatte - voreilig.

Da ich den Drucker wieder installieren konnte, kann ich auch die anderen Fotos ausdrucken und als Vorlagen verwenden, aber es wäre schöner, direkt vor Ort zu zeichnen. Aber nicht bei dem Wetter.