Die Blaufrau

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Malen, Zeichnen und Textilkunst haben mich mein Leben lang begleitet, je länger, desto intensiver. Ich bin gespannt, wo es noch hingeht!
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Freitag, 9. Oktober 2020

Urlaubsspeicher

Rückblick auf einige Momente der Ruhe, des Wartens, des Innehaltens während der Wandertour. Manchmal ging es darum, die Zeit auf gute Weise zu füllen, wenn mir ein Zug vor der Nase weggefahren war, manchmal darum, ein bestimmtes Detail wiederzugeben, was mit der Kamera nicht so gut möglich war. Wie immer bin ich erstaunt über die "Speicherfähigkeit" der Zeichnungen, wie sehr der Moment des Zeichnens darin enthalten ist, auch wenn ich diesen Moment in der Konzentration auf das Schauen und den Strich gar nicht so erlebt habe. Er ist woanders abgelegt.

 





































Sonntag, 19. Juli 2020

Ausflug

Eine kurze Runde mit dem Fahrrad; gemütliches Gleiten durch den warmen Spätnachmittag an der Ahr entlang. Leute sitzen zusammen an der Ahr auf den freigelegten Sandbänken, planschen in der Ahr. Die ersten gehen nach Hause, mit großen Taschen und nassen Haaren.

Neues kleines Skizzenbuch im üblichen Format, ich hab mich sehr daran gewöhnt.




 Von einer freundlichen Bank bei Ehlingen.



Bei der Reiterbrücke bei Lohrsdorf gibt es einen kleinen Aussichtsturm, von da aus Blick nach Lohrsdorf. Was ist das für ein Turm? Nachforschen. Ich wollte immer schon lernen, wie man eine Häusergruppe wiedergibt. Üben.

Nachdem ich eine Woche lang meine Sachen fotografiert und eingescannt habe (hätte nie gedacht, daß das so viele sind!), hab ich große Lust bekommen, draußen zu zeichnen! (Tiegers Beitrag: bhhhhhv vcccccc) 
 

Dienstag, 16. Juni 2020

Erste Lockerung

Mit Ilona im Ahr-Delta. (Ich muß das immer so sagen/schreiben, weil es sowas Besonderes ist, daß die Ahr ein Mündungsdelta hat, wo sich der Fluß immer neue Wege sucht.) Auf einer Kiesbank am Ufer gesessen am späten Nachmittag/frühen Abend; das Wasser murmelt, die Vögel singen, der Eisvogel schießt vorüber, ein türkisfarbener Blitz, Entenfamilien schwimmen auf und ab, zwei Wasserratten schwimmen flußaufwärts ...


 Mit wasservermalbarem Bleistift im Skizzenbuch. Die erste Zeichnung, und wie alle ersten Zeichnungen viel zu durcheinander, viel zu viel. Ich glaube aber, das ich um dieses Stadium, dieses erste Mißlingen, gar nicht drumherum komme. Es ist sozusagen die Lockerungsübung, dann kann ich das raussuchen, was mich interessiert, genauer werden. (Den Bleistift zu vermalen ist gar nicht so schlecht für das Wasser. Mit Buntstift versuchen oder wasserlöslichem Grafit, die Stifte haben diese schöne Dunkelheit.) 

Der erste Schritt in einem Prozess. Der natürlich auch Zeit kostet, und wenn man erst nach der Arbeit um fünf Uhr anfängt, bleibt da nicht mehr viel. Also beim nächsten Mal: kein Frust bei der ersten Annäherung!

Mit etwas Pause bis zum Wieder-Anschauen finde ich es nicht mehr ganz so schlimm ...



Mit den Tinted Charcoal Stiften auf Steinpapier. Mit denen hab ich noch nicht viel gemacht, sind aber schön. Das hab ich fast nebenbei gestrichelt, beim Reden. Mir gefällt die Komposition, so eine kompakte Form (ich und Komposition??? - das kann nur aus Versehen passiert sein ;-)).

Ich freu mich schon auf den nächsten Kunst-Ausflug! Dann mit mehr Zeit, um nach dem unvermeidlichen ersten Frust noch was Schönes hinzukriegen.

Sonntag, 22. März 2020

Zeit, um Bäume zu zeichnen

In diesem Ausnahmezustand - Urlaub in Zeiten von Corona - komme ich wieder darauf, was ich alles so machen könnte, wenn der Zeitdruck wegfällt. Der Druck in den Gedanken: ich habe begrenzte Zeit zur Verfügung, welche Wahl treffe ich, was kann ich in der Zeit unterbringen, was nicht. Ohne die Eingrenzung des normalen Rhythmus von Arbeit und Freizeit wird manches (wieder?) möglich. Ich habe nicht nur Pause (da Urlaub), sondern der Rhythmus ist insgesamt gestört, holpert, ist außer Betrieb. Und ich merke jetzt erst, wie tief der drinsteckt.

Also: Wandern in der Umgebung, möglichst ohne Zugbenutzung (heute doch). Es ist fast warm genug, um mich hinzusetzen und Bäume zu zeichnen. - Und danach energisch zu laufen, um wieder warm zu werden und die eisigen Finger aufzutauen.


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 Am Freitag am Weg oberhalb des Regierungsbunkers. Die tief gefurchte Rinde schwang sich so schön von einem Aststumpf zum nächsten. - 4b im Skizzenbuch. Den angedeuteten Hintergrund hab ich nachträglich gemacht, das fehlte mir, und wie üblich hab ich das erst zu Hause gemerkt. 

Bei Alan Lee und John Howe nachgucken, wie die beiden Bäume zeichnen. Wald zeichnen.

 


Heute strahlte die Sonne in einen eigentlich kalten Tag, klares Licht:  Schatten von Zweigen und Ästen auf einem Baumstamm.



Auf zwei Stämmen (bei der Mittagsrast). Die Kontur des Baumstamms hab ich eher aus Gründen der Ordnung gezeichnet. Eigentlich wollte ich die Schatten für sich stehenlassen (in Paint die Linien löschen!). Beide 6b (mehr Schwärze) im Skizzenbuch.

Eigentlich bin ich auf der Suche nach einer anderen Art von Linie: die nicht Gegenstände beschreibt, sondern für sich steht. Und doch nicht beliebig ist, sondern aus der realen Welt, von einem Motiv herrührt.


Und noch eine Frühstückszeichnung in Pastell:



Gut, daß ich den alten Briefumschlag aufbewahrt habe. Ich hab schon viele Äpfel gemalt und gezeichnet, aber noch keine Birnen. Diese Birnenhälfte war vom Frühstück übrig geblieben und strahlte mich mit ihrer klaren Form und ihrem hellen Fleisch so freundlich an ...

Montag, 6. Januar 2020

Das Buch der Striche

Der Kurs in der Alanus-Hochschule wirkt immer noch nach. Ich habe mir ein Ring-Skizzenbuch A4 gekauft, nur für die Momente, in denen mich die "Lust am Strich" überkommt... Ich glaube, es ist gut, diese Zeichnungen zusammen zu haben.


Mit einem sehr lang gespitzten Bleistift, ein Werbegeschenk von irgendwoher, aber gut zwischen hart und weich.










Was da plötzlich alles eine Rolle spielt ... der Winkel des Buches auf meinem Schoß, der Moment der Ungeschicklichkeit, wo der Strich abbricht, die Länge des Atems. Plötzlich kommen Assoziationen, wie wenn ich eine Mauer anschaue oder einen Stein. 

Sonntag, 8. September 2019

Str-Ich, ganz einfach

Nun hab ich schamlos eine Wortschöpfung von Eva geklaut! 

Beim Kurs "Zeichnen und Achtsamkeit" im Alanus-Werkhaus in Alfter haben wir mit Meditation und viel Ruhe von Freitag bis heute mittag sorgfältige Striche gezogen. Reduktion. Nichts Wollen, auf kein Bild hinarbeiten. Beim Strich bleiben und gucken, was passiert. Gar nicht so einfach. (Es soll schön sein. - Es soll originell sein. - Meine Zeichnung soll beachtet werden; ich horche quer durch den Raum, ob jemand was dazu sagt. Und so weiter.) Achtsam sein heißt auch, diese Impulse zu sehen und mir einzugestehen. Nicht nur neue Ideen zum Zeichnen und zur Stoffarbeit, sondern auch einiges über Achtsamkeit gelernt.


  Gestern abend nach vielen großformatigen Zeichenübungen auf Packpapier etwas Kleineres. A3 Arches, B3 Bleistift. Bei den Längsstrichen hatte ich noch den Drang, die Striche zu variieren, Druck, Stellung des Stifts usw. Bei den Querstrichen, nach dem Herumgehen und Anschauen, was die anderen gemacht hatten, mußte das nicht mehr sein. Was ich so alles an Forderungen mit mir rumtrage!




Es war noch Zeit übrig für was Kleines. A4 Gerstäcker Universalpapier, Derwent-Buntstift und Albrecht-Dürer-Buntstift.




 Heute morgen der Anstoß, zarte Striche übereinander zu legen, Hinweis auf Schraffur. B3 Bleistift auf A3 Arches. 

Und wieder Zeit für noch was Kleines:




B6-Vollminenbleistift und B3-Bleistift übereinander auf Universalpapier A4. Mitten in dem Dreieck links war die Zeit dann zu Ende. Aber ich hab nicht das Gefühl, ich müßte etwas "fertig" machen.

  
Der erste Live-Zeichenkurs in einer Gruppe nach Berlin, nach zwanzig Jahren. Schön! - Und ein schöner Ort. Da möchte ich noch mal hin.



Unser Fenster nach Osten, wie ein Rosettenfenster in einer Kirche.

Dienstag, 7. August 2018

Richtig falsch verboten


Der Grillrost hängt am Schuppen, teilweise überwachsen von Brombeeren. Ich hab die Stäbe des Rostes tatsächlich mit Lineal gezeichnet, mit dem Gefühl, das ist verboten. 
 

Organische Linien und mechanische. Könnte ich den Kontrast  deutlicher machen, wenn ich die Blätter freier zeichne? (Und wie soll das gehen?) Ich bin immer noch zu sehr bemüht, es "richtig" hinzukriegen.

Wieder auf einem Blatt aus dem Stellfeld-Heften, B3.




 Noch eine Tonwertzeichnung: der alte Badeofen, auf dem teilweise vergilbten Blatt Hahnemühle Nostalgie mit B3. Noch keine Idee, was ich damit weiter machen könnte. Ich weiß immer noch nicht so genau, wie es von hier ab weitergehen soll. Hoffe, es zeigt sich.





Das Kaninchengitter - gilt das als Muster? Ich möchte sofort die Zwischenräume ausschneiden und die Schablone für alles mögliche verwenden. Durchgucken. Da durch drucken. (B2 Auf Gerstäcker Universal-Papier.)

 



 Aber erstmal muß hier was rein. Mit dem Grafit gemalt.


Ausmalen, wie wunderbar!

Überlegen auf Papier

In zweieinhalb Wochen ist es soweit, dann starte ich in meinen Wanderurlaub, endlich. Ich zähle die Tage so intensiv, ich könnte mir ein Maßband zulegen und sie abschneiden. (Wolfgang hat dafür eine App auf seinem Smartphone, die die Tage bis zu seiner Rente runterzählt. Ich würde auf jeden Fall das Maßband nehmen.)

Was nehme ich mit? Die Packliste ist schon seit Wochen in Arbeit. Fürs Zeichnen wollte ich einen kurzen Bleistift mitnehmen, aber das reicht mir nicht. Ich möchte Flecken und Flächen in Graustufen, ein paar deutliche Details drin, ich möchte verwaschen. Nur welchen Stift?




Ausprobieren im Aquarellskizzenbuch, mit einer Folge DS9 im Hintergrund. Vielleicht kamen deshalb die Gesichter drauf, obwohl die "aus dem Kopf" sind. Grafitint, verschiedene wasservermalbare Bleistifte, interessehalber den schwarzen CarbOthello Pastellstift, auch wenn ich den nicht mitnehmen kann, er muß fixiert werden. Eigentlich alles ganz schön. Ich nehme den Inktense-Stift. Schön schwarz, auch zart vermalbar, verschmiert nicht. Nun ist der Stift in zwei Teile zersägt und gespitzt. Mal sehen, was ich unterwegs damit mache!

Wo ich schon im Aquarellskizzenbuch bin: Experiment vor ein paar Wochen. Der wasservermalbare Grafit im kleinen Döschen, PanPastel und mein geliebtes Lasurorange. Ein brennender Baum? Blick durch die Zweige in ein anderes Licht, eine andere Wirklichkeit?










 

Sonntag, 22. Juli 2018

Besonderes

Das neue Skizzenbuch, gekauft 2005 in London mit Ilona: hingerissen in der National Gallery, der Tate Gallery, in St. Paul's, abends im Pub, im Bus oben ganz vorn auf dem Weg vom B&B in die City, nur Augen, ein wundervolles Wochenende. Ein so schönes Buch, daß ich mich bisher nicht getraut habe, es zu benutzen. Ein so schönes Buch, daß nur etwas Besonderes würdig ist, da reingezeichnet zu werden. Nur kein Druck ;-))



 Carnation, Lily, Lily, Rose - ich denke immer, das sind nicht nur die Namen der Blumen, sondern auch die dieser bezaubernden Kinder.



 Frühstückszeichnung mit B6. Negativformen. Das Papier ist schön rauh und recht dick. Die Sonnenblume wächst aus meiner Bienenweide heraus wie eine Königin, die weit über ihren Hofstaat hinausragt.




Ein so faules Wochenende - so viel Zeit ganz für mich, und ich habe eigentlich nur der Zeit beim Verstreichen zugesehen. 
Dann hab ich mich doch noch aufgerafft. 


Buntstifte (meine Sammlung aus Derwent, Faber, Inktense) und PanPastel. In der Schale die Farben geschichtet: Grüntöne, Lilatöne, Blau. Welche Farbe hat eine Feige? Je öfter ich gucke, desto mehr sehe ich. - Das Licht kommt natürlich von der falschen Seite, nicht vom Himmel, egal. Es macht Spaß, auf dem PanPastel-Auftrag zu zeichnen, zu radieren. Noch viel auszuprobieren. 

Zwölf Feigen auf dem Teller, das erste Jahr, in dem sie tatsächlich reif werden, in diesem grandiosen Sommer. Wie dunkel werden sie, solange sie noch gut sind? Ich habe gebratene Feigen in einer Nudelsoße gegessen, Salat mit Feigen und Minze. Sonst mag ich Früchte in einem herzhaften Essen nicht so gern, aber die Feigen sind gut mit was Salzigem. Mal sehen, was für Rezepte ich sonst noch finde. 

Mittwoch, 18. Juli 2018

Was mache ich hier?

Zeichnungen für den Kurs: Linien, Tonwerte, Muster. Wie so oft ist mir nicht klar, worauf es ankommt, worauf das Kapitel hinaus will. Also hab ich einfach mal mit einer Tonwertzeichnung und einer Strichzeichnung angefangen.



Der Gartenstuhl wäre auch interessant für eine Strichzeichnung. Ein Ausschnitt mit den vielen parallelen und rechtwinklig zueinander verlaufenden Linien, dazwischen das eine oder andere Metallteil, plllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll,k (Gruß von Tieger) paar Blätter. Vom Rad nach rechts ein Zickzackmuster.

Grundierung mit HB (zu hell), gezeichnet mit B3. Die dunklen Flächen immer dunkler und noch dunkler, damit die hellen Flächen (wenig Lichter) gut nach vorn kommen. - Der Radierstift funktioniert hier besser als der Knetgummi, präziser. 




Auf einem linierten Blatt aus den Stellfeldt-Heften, und die Linierung ist nicht waagrecht! Deshalb hab ich die horizontalen Gitterlinien kräftig gezeichnet, damit ich sie klar sehe. Ganz wegradieren ließen die sich dann nicht mehr. Also noch mehr Linien. 

Ich fand es unmöglich, das Gewirr der Gartenschläuche - Wolfgang hat zwei da hängen - ganz korrekt zu zeichnen. Einige Schlingen sind selbst konstruiert, einige fehlen. Die Negativformen zwischen den Schläuchen waren hilfreich. Hauptsache, das Ganze sieht irgendwie schlüssig aus. Es ist jedenfalls Bewegung drin.

Eine weitere Schwierigkeit war, die Linien passend ins Gitter zu setzen, aber auch den Schwung der hängenden Schläuche ohne Abbrüche hinzukriegen. Die Schläuche und die Zwischenräume wären ein schönes Puzzle. 


Mir fällt auf, daß in der Aufgabenbeschreibung für das Kapitel nur Pflanzenmotive vorkommen. Da fallen Fehler nicht so auf. Bei meinen Motiven muß ich, scheint mir, präzise zeichnen, damit es nicht falsch aussieht. Sollte ich mal versuchen, es so aus der Hand zu machen? Ich vermute, falsch zu zeichnen, so daß es "richtig" aussieht (wie van Goghs Stühle), könnte viel schwerer sein als richtig zu zeichnen.  

Und ich glaube, ich sollte mir kleinere Ausschnitte auswählen. Also doch eine Idee, worauf das Kapitel hinaus will.

Dienstag, 17. Juli 2018

Ruhe und Schnelligkeit

Morgen







Abend:  Wolken bauen sich auf, eine ganze Architektur. Wolken haben sowas Ruhiges, aber sie verändern sich sehr schnell. Nach ein paar Minuten habe ich nur noch an der Skizze gezeichnet, die ich grade eingefangen hatte, die Wolken waren weitergezogen.



 Eigentlich wollte ich eine Bleistiftzeichnung machen. Auf halbem Weg hab ich umgeschwenkt, Buntstifte dazugenommen, und mich dann über mich geärgert, daß ich nicht beim Bleistift geblieben bin - nicht unterwegs vom Weg abgehen und so. Regel um der Regel willen? Ich kann (noch) nicht beurteilen, ob es gut war oder nicht. Vielleicht später mal wieder gucken. (Vielleicht ist die Frage nicht relevant.)



Endlich ein bißchen Regen, hastig und heftig, etwas Abkühlung. Die Wolken ziehen schnell durch, beeilen sich mit dem Abregnen, und es wird wieder hell - gerade Zeit genug für ein paar Striche mit dem Füller und ein bißchen Grafit mit dem Pinsel. Nicht nachdenken. Schon wird es wieder hell. 




Und nun ist das Skizzenbuch tatsächlich voll. Fühlt sich an wie eine Leistung, ein Werk, mehr als nur eine Ansammlung zufälliger Zeichnungen und Notizen, unregelmäßig gefüllt, mit langen Zeiträumen dazwischen. Viele Vorsätze, die Umsetzung läßt zu wünschen übrig. Und doch ... es ist voll!

Samstag, 14. Juli 2018

Sonntag morgen

Um fünf Uhr wach. Zeit zum Zeichnen, bevor es wieder ans Schrankaufbauen geht. 

Ein Stengel aus dem Bienenweiden-Balkonkasten, eine Rosenknospe aus dem Strauß vom Freitag, mit flammenförmigen Hüllblättern, schöne Bewegung. Von der Knospe ist gar nicht viel zu sehen.




Es fällt mir schwer, die Tonwerte zu sehen und nicht primär die Farben. Sind wir so sehr darauf geeicht, Farben zu sehen? Vielleicht, tagsüber. Und dann kommt die Frage: ist Rot dunkler als Grün? Für mein Gefühl ja. Ein Foto in SW umwandeln und gucken.




Die nächste Zeichnung für den Kurs: Tonwerte. Vor Jahren (!) im zweiten Modul war das mal dran, ich hatte es vergessen, Sarah Simblet (The Drawing Book) hat mich dran erinnert. 
Also ein Blatt mit einem mittleren Tonwert einfärben. Aber ich reibe nicht Grafit -  abgeschabte Bleistiftspäne - aufs Papier, sondern strichle den Untergrund. Erst mit HB, das zweite mit B3. Die Lust am Stricheln, das Beruhigende.




 Auf dem Stück Hahnemühle Nostalgie ist noch die Spur der Schottland-Fotos, hing lange in der Küche. Die Bearbeitung macht da noch viel mehr draus. (Ich denke immer, PC-Bearbeitung "gilt" nicht. Ist aber ein gutes Werkzeug für neue Ideen.) 




Wie ein Tuch.  Ich mag die Transparenz. - Collagen mit unterschiedlichen Papieren machen und dann zustricheln. Alte Briefe, Bilder, Farben. Noch viel dunkler machen. Und was freilegen.

  
Noch einmal Zug-Zeichnungen vom Freitag dem 13. Baustellennutzung. Die Muster der Oberleitungen.




Das vorletzte Blatt im kleinen Skizzenbuch. Ein neues binden.
Nächstes Wochenende.