Die Blaufrau

Mein Bild
Malen, Zeichnen und Textilkunst haben mich mein Leben lang begleitet, je länger, desto intensiver. Ich bin gespannt, wo es noch hingeht!
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Donnerstag, 19. Oktober 2017

StückWerk

Ein Thema zieht sich durch. Ich mache mir Druck, ich bin unter Druck. Zum Beispiel dadurch, daß ich schon seit neuen Monaten an einem Kapitel im Kurs festhänge. Mache ab und zu was und stoppe dann wieder, wie ein Auto, dessen Motor immer wieder abgewürgt wird. Ich weiß schon gar nicht mehr richtig, was ich wie gemacht habe. Alles gestückelt. Das letzte Stückwerk am Sonntag.

Vielleicht wäre es am besten, ich fange mit neuen Figuren von vorn an und ziehe das Kapitel nochmal durch. Damit es einen Aufbau gibt, eine Entwicklung, keine Sammlung von einzelnen Stücken. Damit ich wieder in Fluß komme mit der Kursarbeit.  

Kuchenheim


Öltransferzeichnung, mit Linoldruckfarbe überdruckt, Farbe im Hintergrund mit Brusho, wollte etwas Kräftiges. Ich bin überrascht, daß die Linoldruckfarbe wasserlöslich ist. Trocknet aber nicht ganz so schnell wie Acryl oder Gouache. Ich muß sie dick auftragen, wie die anderen Farben auch, damit der Druck kräftig wird. Hier auch noch zu dünn. Grundsätzlich ist der Kontrast zwischen den Strichzeichnungen und der ausgefüllten Form nicht schlecht.

 

 Öltransferzeichnung von verschieden eingefärbtem Blatt, mit Brusho im Hintergrund. Hose, Taschen und die Köpfe und Gliedmaßen sollten auch noch Farbe abkriegen. Die Striche sind recht zart, obwohl ich fest aufgedrückt habe.



 Strichzeichnung in Acryl von der Gelli-Plate



 Der erste Acryldruck von der Aktenhülle. Zwei Gruppen.


 Öltransferdruck mit Aquarellfarben und Brusho. Wie hab ich die kräftigen Striche bei der Figur in der Mitte hingekriegt? Die Farbe mit Terpentin vermalt? Ich weiß es nicht mehr.



Acryl mit der Schablone von der Gelli-Plate auf einem aus Zeitungspapier gewebten Blatt, das sich wellt und die Farbe fleckig annimmt. Mit Brusho übermalt,  dann die dunklen Stellen mit Gouache übermalt und aufgehellt, damit sich die Figuren abheben. Das muß ich mir merken.





 Die Musiker



Mit Öl von der Aktenhülle auf Stellfeld-Papier, auf das ich mal Noten kopiert habe. Das Papier ist sehr glatt und nimmt die Farbe gut an. In der Mitte Charlie Chaplin ...




Öltransferzeichnung, dann hab ich die schwarzen Anzüge mit Linoldruckfarbe gedruckt und den Hintergrund mit roter Ölfarbe. Einache Farben zum Ausprobieren. Bei den drei Durchgängen ist das Blatt zum Durchzeichnen nicht ganz genau zur Deckung gebracht, die Konturen stehen etwas nebeneinander, gar nicht schlecht.


 Strichzeichnung in Öl auf der Aktenhülle, auf eine Kartenkopie gedruckt. Erstaunlich transparent. Die Farbe wurde erstaunlich zart und transparent, ich hab das Rot im Hintergrund verstärkt, war keine so gute Idee.



 

Zweiter Druck (ein ghost) mit zusätzlicher schwarzer Farbe.


Dritter Druck auf einem Papierrest, mit viel Druck abgerieben, mit dem Falzbein. Angeschnittene Figur gibt mehr Tiefe.







Zwei Öldrucke, mit Linoldruckfarbe und roter Ölfarbe überarbeitet.

 


 Linoldruckfarbe durchgezeichnet auf Schuhkartonpapier, Strich und Fläche. Die Figuren lösen sich in der Knitterstruktur auf.
 Zweiter Abdruck von der Aktenhülle auf Kopierpapier, mit dem Falzbein angedrückt.

Abdruck vom ersten Druck auf Kopierpapier. Interessante Struktur, obwohl die Figuren nicht erkennbar sind. Könnte ich als Drucktechnik noch variieren, zum Beispiel mit verschiednen Farben übereinander drucken.

Samstag, 9. September 2017

Betrachtung

Einen Nachmittag hab ich mir zum Spielen vorgenommen - nach der verspielten Show im GOP gestern - um so wieder in den Kurs reinzukommen, die Figuren, Gruppen. Da bin ich so gründlich raus. Mich von der Seite wieder reinschlenzen ... Ein bißchen was hab ich in der Woche dran getan.





 Von einem mit Ölstiften bemalten Blatt durchgezeichnet. Erst Marsviolett, mit Terpentin über das Blatt gerieben. Damit wird die Farbe etwas trocken, der Strich blass. Der zweite Auftrag war ein Blauton vom frisch bemalten Blatt, da war die Farbe feuchter, der Strich satter, die Figur ist mehr im Vordergrund. Die Streifen des Farbauftrags haben sich auch abgedrückt. (Find ich nicht schlimm.) Farbauftrag mit Malmittel und Pinsel glätten? 



Vom bemalten Blatt abgerieben, Striche über die Rückseite des Blattes mit dem Falzbein. Die Striche der Figur sind schwach sichtbar. Vielleicht geht das noch stärker?

Dienstag, 20. Juni 2017

Da war doch noch was ...

Ja: mein Kurs! In der Zwischenzeit habe ich völlig die Verbindung dazu verloren und mußte mich an die Arbeit mit Figuren und Gruppen zwingen. Nach so viel Landschaft liegen mir ganz andere Bilder und Themen am Herzen ... Aber ich bin im vorletzten Kapitel des Moduls, und es wird nicht besser, wenn ich es hinausschiebe. Außerdem kommt die Begeisterung mit der Arbeit.

Mit Fotos von Menschengruppen beim Rheinischen Wollmarkt in Kuchenheim fing es an. Und dann las ich die Kursaufgabe noch einmal und merkte, daß ich was überlesen hatte: Collagen.





 Erstmal ganz einfach: ein bedruckter Bogen (Kornblumen aus dem letzten Modul) auf schwarzem Hintergrund. Schöner Kontrast. 



Das hatte ich schon mal - hab ich erst später gemerkt, als ich meine Blätter wiedergefunden hatte. Bleistift, Inktense-Stifte für die Umrisse und Aquarell, darauf ein paar ausgeschnittene Figuren. Die hellen funktionieren nicht und sind falsch platziert. Ich könnte sie mit den Farben der überschnittenen Figuren übermalen, damit sie in den Hintergrund treten.




Die Collage der Collage ... ein Ausprobier-Foto. Ein besprühter und bedruckter Bogen von einem früheren Modul, ausgeschnitten und auf ein Blatt Stellfeld-Hefte aufgeklebt. Beide Papiere haben Patina und passen zusammen. Das ist jetzt wirklich eine "crowd".


 


 Das fertige Blatt, etwas größer als A4. Die blauen Kinder tanzen über den Hintergrund. Es gefällt mir, aber ich kann nicht genau sagen, warum.




Vor der Pause entstanden. Mit Abstand war mir klar, daß die weißen Figuren etwas Farbe brauchen, auch wenn sie hell bleiben sollten. Mit der Änderung sind sie viel mehr in das Bild integriert. Kinder an einem Zaun oder an einem Gitter. Die Figuren im Hintergrund waren mit Neocolor II entweder durch die Schablone oder als Umriß gezeichnet (und dann ausgefüllt) und naß übermalt.




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Druck machen. Mit Ölfarbe, einer Dokumentenhülle und viel Zeit. Das Kraft-Papier nahm die Farbe nur zögernd auf, ich muß fest reiben. Hab aber auch die Farbe genommen, wie sie aus der Tube kam, ohne weiteres Öl oder Malmittel. Einerseits besser so, damit sich das Papier nicht so voll Öl saugt. Die Farbe muß dann eher reichlich aufgetragen werden. Beim nächsten Mal gehe ich ein bißchen über die Umrisse hinaus, hier sind viele Grenzstreifen frei geblieben. Andererseits hat das Bild so auch Luft. Wie krieg ich Hautfarbe hin???

 


Am Pflanzenstand in Kuchenheim

Sonntag, 19. Februar 2017

Männer und Kinder zuerst

Vielleicht hatten ja die Mengen, die sich gestern durch die kreativall-Messe wälzten und schoben, doch eine anregende Wirkung. Ich hab zumindest ein paar Gruppenbilder für Kapitel 9 gemacht.

Die ersten Versuche im Sketchbook. Ich hatte noch gar keine deutliche Vorstellung, mußte erstmal ausprobieren, wie sich die Figuren miteinander kombinieren lassen. 


Die Kinder von Weegees Foto, die sich vom Hydranten naßregnen lassen, mit dem Jungen der Summer Walkers.













Aus einem bemalten - eher beklecksten - Bogen ausgeschnitten, aufgeklebt. Die Figuren im Hintergrund sind mit dem cremigen Aquarellstift durch die Schablone gestrichelt, einige mit Wasser vermalt und damit deutlich konturiert, die anderen gestrichelt geblieben und damit mehr in den Hintergrund gerückt.


 Mit Gouache auf einen alten zusammengeklebten Bogen gemalt. Drumherum blaue Gouache, in Erinnerung an das Wasser, mit dem die Kinder sich erfrischen.







 Reihen, mit Gouache durch die Schablone gestupft. Fast trockene Farbe ist manchmal immer noch zu naß.


 Und die Männer aus "Walden" - Für Männer, für draußen 

(leider find ich die Zeitschrift nicht mehr, hab nur diese eine Ausgabe, mal in Remagen am Bahnhofskiosk erwischt)

Hütten bauende, im Winter draußen zeltende Männer






 Auch im Sketchbook ausprobiert: mit Inktense die Form in der Schablone ausgestrichelt, dann mit Neocolor die Formen versetzt drübergezeichnet und alles unter Wasser gesetzt. Die Inktense-Figuren bleiben trotz Verwaschens erkennbar.





Neocolor um die Gestalten herum, dann mit weißer Gouache ausgemalt. Die Figuren wirken sehr stark, klobig und statisch, und auch die Komposition ist statisch und ein bißchen langweilig. Vielleicht könnte ich so eine Reihe in den Hintergrund setzen und die beiden Fußballspieler farbig, die wären automatisch vorn.
 




Mit Gouache durch die Schablone gestupft, im Hintergrund mit kaum noch feuchter Farbe. Das Muster im Hintergrund trägt noch mit zum Eindruck von Belebtheit bei. Hat was von lockerem Zusammensein auf der Hütte.
Wie wäre es mit Druck auf weißem Papier in mehreren Farben? 



 




 

Montag, 2. Januar 2017

Noch mehr Haring und Lowry


Wie wichtig die dicken Umrißlinien sind! Die Figuren sind gleich viel lebhafter. 

Und die CAD-bearbeitete Variante ist auch nicht schlecht. Die weißen Umrißlinien, wo die Figuren vor schwarzem Hintergrund stehen, machen viel aus. So kleine Details. 




Im Sketchbook. Nur zwei Figuren können schon eine Szene ergeben. Geschichten erzählen mit Figuren. Richtung: eine Anordnung von Linien. Der laufende Mensch quert die Linie und kommt dadurch automatisch nach vorn. Man könnte ihn ausschneiden und aufklappen.


Noch eine Seite Lowry

 

Ich mag diese graugetönten Menschen. Was macht das dünne Mädchen? Arbeitet sie in irgendeinem Büro? Wonach halten die Kinder Ausschau? Eine gute Demonstration, wie Tiefe entsteht durch die kleineren, blasseren, ungenaueren Figuren.

Donnerstag, 29. Dezember 2016

Dazwischen

Tieger und Pfötchen zwischen den Jahren, in der Sonne. Draußen ist es schön kalt, der Reif glitzert auf den Dächern. Die beiden genießen die Wärme, zumindest sieht es so aus.




 Pfötchen geht es heute nicht gut. 

Mein Bild nach Keith Haring - die Figuren purzeln über ein sehr bewegtes Schachbrett. Nur die Hunde sehen aus, als stünden sie stabil auf ihren vier Füßen. Und die Krabbelfigur. - Beim Ausrichten des Bildes hab ich die obere Kante angeschnitten, blöd.







Die schwarzen Umrisse müssen stärker sein. Nachzeichnen mit dem breiten Füller hält auf der Acryltusche nicht, also werde ich nochmal mit einem feinen Pinsel und schwarzer Acryltusche nachzeichnen.


Das Schachbrett könnte gut schwarzweiß sein, dann würden die Figuren mehr strahlen. Mir fehlt Weiß auf dem Blatt. Auf Paint probieren... noch so eine lange Laptop-Sitzung. 

Aber erstmal wird gewandert! Kleine Runde über die Remagener Höhen.

Dienstag, 27. Dezember 2016

Lowry und Haring

Der freie Blick ist etwas untergegangen über die Weihnachtstage und die Woche davor, aber zu etwas Kursarbeit hat es doch gereicht. Nicht zum Posten.
Hilfreiche Aufgaben: sie geben mir etwas vor, mit dem ich anfangen kann, erstmal auch ohne eigene Ideen. Leit-Fäden zum leichteren Einstieg.  Also, wenn mir mal nichts einfällt: einen Künstler kopieren, der mich interessiert. Nur ein Detail, zum Beispiel Fenster aus Egon Schieles Häusern, oder die Röcke von Balletttänzerinnen von Degas ... 

Diesmal also die Gestalten von S. Lowry. Menschen in Industriestädten in Nordengland, aus den 40er Jahren. Als ich oberflächlich auf die Bilder guckte, erschienen die Figuren mir eher uniform, Wimmelbilder. 




Während ich einzelne Figuren abgemalt habe, fand ich sie zunehmend interessant. Worüber reden sie grade? Was machen sie mit ihren Händen? Warum haben sie alle so klobige Füße/Schuhe? Jeder Rock, jede Hose ist ein bißchen anders.




 Große Sorgfalt bei den Hosen- und Ärmelaufschlägen.



 Ich habe leider kein Buch, geschweige denn ein Original in Sicht-Entfernung. Die englischen Künstler sind hier nicht gut vertreten. Es ist mühsam, vom Bildschirm abzumalen. Aber ich möchte gern noch ein paar mehr machen. 

Wie wärs, wenn ich mich dieser Tage in ein Café setze und die Menschen skizziere? Das müßte doch ausreichend Material für solche Figuren geben. Sie würden bestimmt ganz anders aussehen mit ihren Anoraks und Hoodies, Pelzmänteln und Skinny Jeans und Rucksäcken. Die Haltungen anders, viele über ihren Smartphones zusammengeringelt.


 Keith Harings Figuren waren nicht so schwierig vom Bildschirm abzuzeichnen. Ich hab lange überlegt, was für ein Medium ich nehme. Klare leuchtende Farben, deutlich abgesetzt. Mir fiel zuerst Filzstift ein, aber ich mag keine Filzstifte und hab auch kaum welche. Hab schließlich die Ölpastellstifte genommen. Der Strich ist zwar ein bißchen weicher, aber ich kann ihn mit der Gummispitze schärfen. 
 


Die Striche um die Männchen herum deuten Bewegung und Richtung an. Bei dem kleinen Hund ganz unten links auch ein Bellen. Fast alle Figuren haben die Schultern hochgezogen, Hieroglyphe für Kraft, Anstrengung, Aktion.  

 Ich mag dieses Engelmännchen! Oder ist es Batman?




Ein bißchen Binnenstruktur entsteht doch durch das Ölpastell. Ist nicht Haring-entsprechend, aber ich mag das.



Manchmal frage ich mich, was ich sehe, wenn ich es nicht abzeichne. Gar nichts, scheint mir. Die Entdeckungen, die durch das Zeichnen und den dazugehörigen Blick passieren, machen mich immer wieder sprachlos.


In Heimersheim gestern, mit dem Fahrrad zur Tierärztin.





Ein weiteres, bisher kaum bemerktes Kreuz an der Idienstraße, mit den Symbolen der Passion. Die 5 ist so eigenartig gezeichnet. Beim näheren Hingucken wundere ich mich, daß ich die Zahl so leicht erkannt habe.