Die Blaufrau

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Malen, Zeichnen und Textilkunst haben mich mein Leben lang begleitet, je länger, desto intensiver. Ich bin gespannt, wo es noch hingeht!
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Donnerstag, 14. September 2017

Ohne Worte

Im Moment fehlen sie mir. Ich habe keine Lust, mir irgendwas über mich selbst zu erzählen. Also eine Zeichnung ins Tagebuch, beim Frühstück. 



Kohle und Pastellstifte, übereinander, miteinander verrieben, zu einer stellenweise glatten Oberfläche, gesättigtes Papier, schlechte Technik eigentlich. Verwischen, abtönen, zu Grautönen mischen, die Kohle dunkler verbreiten (der dicke Kohlestift). Welche Farben kommen dabei raus? Gedanken an Steine, die großen Schiefer- und Sandsteinplatten an der Landskrone, die ich am Sonntag auf der Geo-Exkursion mit neuen Augen gesehen habe, ein senkrecht stehender Meeresboden. Obwohl es ja ein Baum ist - der über das Blatt hinaus will - ... oder das, was rauskommt, wenn ich für Worte und fürs Denken zu müde bin. 


   
Quarzitstein gefunden

Montag, 19. Juni 2017

Verfilzt

Nach gefühlt langer Zeit ohne Hand-Arbeit hatte ich in den Wochen nach meinem Urlaub sehr viel Lust, was mit den Händen zu machen.
Ein alter Pullover, in der Waschmaschine verfilzt und auf Puppengröße zusammengeschnurrt, zerschnitten. Ein guter Grund fürs Nadelfilzen, womit ich experimentieren möchte.




 Die Kammzugwolle von der Filzaktion mit Eva vor ewigen Jahren ist inzwischen recht trocken geworden. Aber zum Nadelfilzen läßt sie sich gut verwenden. Es ist gar nicht so einfach, eine exakte Form hinzukriegen wie den Kreis oder den Streifen. Die Wolle schnurrt immer zusammen, also etwas mehr auflegen. Die Stückchen blaue Seide haben sich beim Filzen auch völlig verformt.



 Die Rückseiten, auch spannend. Wie wird es, wenn ich noch länger filze, wie sehr können sich die Farben durchdringen? Kombination mit gestickten Linien erinnert mich an Steine. Wollfäden verfilzen sich mit, Baumwollfäden oder anderes Material bleiben eher stehen.


 

Mit dem Kammzug in den schottischen Farben vom Wollmarkt Kuchenheim. Seide, Alpaka, eigentlich keine Filzfasern. Vor allem die Seidenfasern bleiben stehen. Assoziation an Sonnenflecken auf den Berghängen, an Wasserläufe. (Foto zu dunkel)

Sonntag, 27. November 2016

Weiteres Durchlavieren

Beim Frühstück. Keine Grundfarben, sondern Ocker und Heliogrün dunkel bisher. Siena wäre noch gut dazu, auch ein lasierendes Pigment.




Idee zu einer Form, ein unregelmäßig geformter Stein zum Beispiel, in dem ich ganz viele Farbaufträge übereinander schichte, bis am Ende die dunkelste Farbe erreicht ist.

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Nach dem Familienadventskaffee ein Stückchen angefangen mit dem ausgeschnittenen Kreis unter Barbaras Mond. Der Mondschatten vielleicht. Die erdabgewandte Seite, auf der sich doch einiges an Leben abspielt, wie man an der Blattspitze sieht. Die Naht sitzt genau auf der Naht des weißgrauen Quadrats. Ein Kreuz mit einem verschobenen Zentrum. Ein aufsteigender Ball. Darunter ein Stück Shibori- und Walnuß-gefärbter Stoff.


 

Montag, 21. November 2016

Steine

Ein freier Vogel, ein angesetztes Stück Himmel. Ich hab noch keinen Namen für die Form, die im unteren Teil deutlich wird. 







Es zieht mich immer noch zu diesen hellen Stoffen: Naturfarben, Vergilbtes, Fleckiges.  Wie wäre es, auf einem anderen Stück aus hellen Stoffen jedes Quadrat in einer anderen Farbe zu besticken? Verschiedene Grautöne, in Blau, Braun, Grün übergehend? Steinfarben.



Das hängt schon lange an meiner Pinwand, und ich möchte es nicht wegpacken. 




Eine Erinnerung an die Steine an der Küste von Cornwall, der Nachmittag von Kingsand bis Plymouth, die Steine im flachen Uferwasser, die Sonnenreflexe auf den kleinen Wellen. Ich hab so oft probiert, sie zu malen oder zu zeichnen. Das ist bis jetzt der beste Versuch: Aquarell auf einem Blatt der Stellfeld-Hefte über Gesso, die Linien ausgewaschen.

Steine auf meinen Wanderungen: Two Moors Way, an der Küste zwischen Wembury und Plymouth. Ist das Rechteckmuster natürlich enstanden? Wie wäre es, Steine als Thema für das letzte Kursmodul zu nehmen? Ich kann es frei wählen. 
 





Die Rückseite des Stein-Blattes, so eine Nebenbei-beim-Frühstück gezeichnete Teekanne. 

Und jetzt noch ein bißchen sticheln ...