Die Blaufrau

Mein Bild
Malen, Zeichnen und Textilkunst haben mich mein Leben lang begleitet, je länger, desto intensiver. Ich bin gespannt, wo es noch hingeht!

Dienstag, 8. Januar 2019

Neues zum Jahresanfang

In Bauernhäusern habe man die Küchen oft hellblau gestrichen, um Insekten abzuschrecken. Schreibt Roger Deakin irgendwo. Und plötzlich war das Bild der blauen Küche in meinem Kopf. Ein Bild aus dem langen trockenen heißen Sommer - wäre ich im Winter auch darauf gekommen?

Mal wieder einen Pinsel in der Hand haben, sagte Eva (Vielen Dank fürs Mit-Malern!), auch wenn es kein Künstler-Pinsel ist.





 "Licht der Gletscher" heißt die Farbe. Je nach Beleuchtung erscheint sie mal mehr blau (Tageslicht) oder mehr grün (Kunstlicht). Ich habe sie noch nicht bei Sonne gesehen.








Tea Time in blau.




 Ein schöner Rahmen für die schöne Anrichte.

 


 Neue Aufhänger aus dem "Lädchen" für die Geschirrtücher und die Schürze.







Zwischen Irritation und Faszination: Tieger immer dabei.

Heute ist die Tür zum Abstellraum auch noch fertig geworden. Das Einhängen wird ein letzter Kraftakt werden. 

Montag, 17. Dezember 2018

Klang Raum

Schneewanderung nach Ramersbach und zurück. In einem Baum sitzen Stare, erstaunlich ruhig. Einige kommen dazu, aber der kleine Schwarm bleibt in den Zweigen sitzen. Sie zwitschern leise vor sich hin, gurrende Laute wie tief hinten in der Kehle gebildet, ein an- und abschwellendes Raunen, zwischendurch einige hellere, schärfere Rufe. Vielleicht bilden die Laute den Raum, in dem die Stare sich zusammengehörig fühlen. Von diesem Raum umgeben, den sie mit ihren Stimmen schaffen, sind sie miteinander zu Hause.
Denke ich, während ich unter dem Baum stehe und zuhöre.
Vielleicht ist das der Grund, weshalb Menschen reden, auch wenn sie nicht wirklich was zu sagen haben.



Auf dem Weg durch den Wald nach Ramersbach flog ein Vogel auf, den ich zuerst für eine Rabenkrähe hielt - aber eine sehr große! Er flog mit ruhigen Flügelschlägen und landete auf einem Zweig. Guckte. Von links flog ein zweiter zwischen den Baumstämmen eine große Schleife, ich hörte die Luft leise in seinen Schwingen pfeifen. Er rief mit ganz tiefer Stimme ein klangvolles Kroooh. Setzte sich auf einen Baumwipfel, flog noch eine Runde. Noch einmal ein Ruf wie eine tiefe Glocke. - Zuhause nach-gehört: Raben.  


 

Freitag, 7. Dezember 2018

Badeofen

Nach gefühlten Urzeiten ein Stückchen Kursarbeit. Eigentlich nur inspiriert von der Grafitknetmasse, die ganz eigenartig zu verarbeiten ist. Gibt viel Farbe ab, wenn sie feucht ist, verliert die Feuchtigkeit schnell ans Papier und krümelt dann trocken von den Fingern runter. Matschepampe. 


Läßt sich mit Wasser vermalen - die Rostspuren auf dem Emaille des alten Badeofens. Wasserkanten, Grauabstufungen. Es kam mir eher auf den Eindruck an als auf eine exakte Wiedergabe, die war eher auf der Bleistiftzeichnung. Läßt sich (noch) schwer steuern.







  
Idee: ein Detail, die abblätternde Farbe. In Streifen gerissenes Papier für die rissigen Kanten, auf dunklem Grund. Mit dem Grafit einfärben, der sich dann körnig ablagert.

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Ich komme mit dieser Aufgabe nicht gut klar, deshalb hänge ich auch so ewig daran herum. Vielleicht nehme ich sie zu wörtlich, zu eng. Tonwerte, Linien, Muster. Eher von dem ausgehen, was auf den Fotos zu sehen ist, und micht gar nicht so um die Vorgaben scheren. Und wenn das auch heißt, daß ich von jedem Foto drei Anläufe mache.

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Bei Sturm und Regen und Adventlichtern: da war der goldene Kirschbaum, vor vier Wochen erst.


 

Samstag, 29. September 2018

Flickenteppiche

Zusammengefügt: Vorder- und Rückseite des Goldsteig-Folders.



Vorderseite

Die bemalten Kartenzeichnungen mit ebenfalls bemalten Stücken aus meinen Gelli-Plate-Drucken.




 Rückseite
Stücke von Gelli-Plate-Drucken. Wie leicht das in diesem Zusammenhang einen pflanzlichen Charakter bekommt, auch wenn ich mit Stoff oder Federn gedruckt habe. Die Gouache darüber verändert die Stücke auch nochmal sehr.
Die Fotos für die Abzüge aussuchen macht bei weitem die meiste Arbeit.

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Ebenfalls zusammengefügt: die Zeichnungen aus meinem Goldsteig- Reisebuch. Gefühlt wenige, aber es sind doch ein paar geworden. Kuli und Inktense-Stift, teilweise laviert.



                     Zeichnungen auf dem Weg

 


                      Zeichnungen in Passau
Die Stadt war so voller Menschen, das hat mich abgehalten, mehr zu machen. Aber tatsächlich guckt kaum einer.
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Und die losen Blätter. Die Idee kam ziemlich spät auf dem Weg: Was liegt am Weg herum oder kommt mir in die Finger, was eine Spur auf dem Papier hinterläßt? Was kann ich daheim mit Farben und Stiften daraus machen? Die Vogelbeeren fehlen, aber die gibt es hier ja auch.


 Zerdrückte Heidelbeeren, Kohlestift



 Moos und Stein abgerieben, Pastell, Kohlestift



 Moorwasser vom Haidmühler Badesee, PanPastel, Pastellstift


Belag von den Holzstufen des Badesees abgerieben, Aquarell
Der Belag fühlte sich unter den Füßen so glitschig und pelzig an, daß ich dachte, der färbt wie blöd. Ich mußte aber ganz schön reiben, um eine Spur aufs Blatt zu bekommen.




Meine abgebrannten Streichhölzer - (dabei ist mir mein Abendessen übergekocht) - meist bricht der verkohlte Kopf schnell ab. Am besten sind frisch abgebrannte Streichhölzer. Bei den älteren ist schon viel Kohle abgebröckelt.


Dienstag, 25. September 2018

Wald Wald Wald

Erster Vorgeschmack. Für die Umschlagdeckel meines Goldsteig-Fotofolders. (Zelt-)Plätze, Orte. Mit der Gouache von Schmincke bemalt - mehr damit machen!



Beim Zeichnen und Malen kamen mir so viele Details in den Kopf, die eigentlich alle noch auf die Quadrate wollten, in die Karten eingebaut werden wollten. Eigene Karten malen.

Sonntag, 12. August 2018

Ich bin Waldorf-Fan!

Ich fand immer schon, daß Waldorf ein schönes und freundliches Dorf ist. Einladend. Gepflegt, ohne geleckt zu sein. Schön gelegen in den Obstwiesen, am Vinxtbach. (Zwar lärmt in der Nähe die Autobahn vorbei, dafür kann Waldorf nichts.) Ich erinnere mich noch an das Keltenfest, das die Waldorfer vor einigen Jahren veranstaltet haben, ganz toll.

Aber heute bin ich von Niederzissen aus auf dem Eifel-Leiter-Weg nach Bad Breisig gelaufen, und als ich von der Unterführung der Autobahn aus auf Waldorf zulief, stand ER da. Zwischen Apfelbäumen und Scheitholz dräut ER ins Land.
 



Das Sixpack. Der Bizeps. Die roten Gummihandschuhe. (Hier räumt einer richtig auf.) Die Frisur ersetzt die Schirmmütze, ER steht in seinem eigenen Schatten. (Das muß IHM mal einer nachmachen!) - War da mal ein Umzug? Machen die Waldorfer einen eigenen Karnevalszug? Ein Dorffest?

Wenn es einen Waldorf-Fanclub gibt: Ich bin dabei.

Dienstag, 7. August 2018

Richtig falsch verboten


Der Grillrost hängt am Schuppen, teilweise überwachsen von Brombeeren. Ich hab die Stäbe des Rostes tatsächlich mit Lineal gezeichnet, mit dem Gefühl, das ist verboten. 
 

Organische Linien und mechanische. Könnte ich den Kontrast  deutlicher machen, wenn ich die Blätter freier zeichne? (Und wie soll das gehen?) Ich bin immer noch zu sehr bemüht, es "richtig" hinzukriegen.

Wieder auf einem Blatt aus dem Stellfeld-Heften, B3.




 Noch eine Tonwertzeichnung: der alte Badeofen, auf dem teilweise vergilbten Blatt Hahnemühle Nostalgie mit B3. Noch keine Idee, was ich damit weiter machen könnte. Ich weiß immer noch nicht so genau, wie es von hier ab weitergehen soll. Hoffe, es zeigt sich.





Das Kaninchengitter - gilt das als Muster? Ich möchte sofort die Zwischenräume ausschneiden und die Schablone für alles mögliche verwenden. Durchgucken. Da durch drucken. (B2 Auf Gerstäcker Universal-Papier.)

 



 Aber erstmal muß hier was rein. Mit dem Grafit gemalt.


Ausmalen, wie wunderbar!