Die Blaufrau

Mein Bild
Malen, Zeichnen und Textilkunst haben mich mein Leben lang begleitet, je länger, desto intensiver. Ich bin gespannt, wo es noch hingeht!

Sonntag, 4. Februar 2018

Was kann ich damit machen?




 


Erinnerungen an Fotografieren mit einer Spiegelreflexkamera kommen wieder, an Spielereien mit der Tiefenschärfe und dem Bildraum, an sorgfältiges Schauen vor dem Auslösen. Die Handgriffe von damals, eingeübt mit meiner Pentax K, sitzen noch - nur funktioniert hier alles ganz anders. 

Wie kriege ich das, was ich damals gemacht habe, mit einer modernen Digitalkamera hin? Erste Bilder mit der Nikon D7000.




 Tieger stellt sich immer wieder mal gern zur Verfügung ... ist dieser Tage sehr schmusig.





Am Apfelgarten oberhalb von Lantershofen. Sieht aus, als sollten sich da Ohrenkriecher einfinden.

 


Das mit der Tiefenschärfe hab ich noch nicht ganz rausgekriegt. Hier wollte ich den Bereich kleiner haben. Also Handbuch studieren ...
 





 Am Weg vom Assenmacherhof zu den Feldern am Holzweiler Kreuz stehen einige ganz merkwürdig gewachsene Buchen. 



Mein Lieblingsbirnbaum mal aus einem anderen Blickwinkel.




Die alte Frage: kann ich so ein Gerät überhaupt vernünftig nutzen? Was kann ich damit machen, was ich nicht auch mit der Lumix kann? Nicht die Technik macht das Bild.

Andererseits: ein neues Spielzeug. Aufregend.
 

Sonntag, 28. Januar 2018

Januarwald

Ein kleiner Rundgang ausgehend vom Bopparder Ruhewald, an der Autobahn entlang, runter in Richtung Kreuzberg, dort stehen jetzt ein paar Häuser auf der Terrasse, eine kleine Nachbarschaft, wo früher nur eine alte Scheune stand (Expeditionen mit meiner Pentax vor fast vierzig Jahren, selbst entwickelte Negative und Abzüge von Schneebildern, viel zu grau). An Konsulsruh wieder talaufwärts. Alles feucht vom Regen in den letzten Tagen, kleine Wasserläufe fließen über den Weg ins Tal, an einem liegt der Unterkiefer eines Wildschweins mit grün angelaufenen Knochen und Zähnen, ein weißer Hauer. Nebel in den Bäumen und im Tal, auf der Höhe später Sonne.










Im Ruhewald












 Der Weg führt recht steil den Hang runter zum Kreuzberg.




Die ersten Immergrünblüten am Hang. Die einzige Stelle mit offenen Blüten, die wir gesehen haben.

 


 Wir sind hangabwärts in den Nebel gegangen.



Im Bruder-Michels-Tal oberhalb der Konsulsruh. 


 



Über dem Nebel.




 Noch einmal im Ruhewald






Im Café am Markt in Boppard - ein bezauberndes kleines Karussell drehte sich neben meinem Platz.

Montag, 1. Januar 2018

Sitzung

Im Gartenschuppen bei sieben bis acht Grad am Nachmittag, ein windgeschütztes Plätzchen, etwa anderthalb Stunden. Dann waren die Finger steif. Die Kälte hat sich in mir festgesetzt, nicht mal nach dem Essen ist mir warm geworden. Also: eine Zeichnung pro Tag, und wahrscheinlich eine Erkältung als Ergebnis.



Art Pen auf dem Gerstäcker Universalpapier. Zwischendurch dachte ich, das wird nie was. Dann ließ ich das Nachdenken hinter mir, Stricheln und gucken, langsam schälte sich doch etwas heraus. Erste Annäherung. Die Badewanne ist zu klein im Vergleich zu den großen Eimern. Mit dem schwarzen Strich formen wie mit dem Bleistift, die Angst vor dem Strich, der sich nicht mehr radieren läßt, verschwindet während des Zeichnens.  

Ein paar letzte Probefelder:

auf dem Stellfeld-Papier, über die alte Schrift drüber




Mit Nußbeize und dem neuen schwarzen Pitt Pen auf dem Universalpapier
 


 

Montag, 25. Dezember 2017

Stift und Pinsel

Der Schwung des Anfangs - mit dem neuen Modul, dem letzten des Kurses - trägt noch. Allerdings hänge ich am Post vom Kapitel 2, kann rückblickend meine Gedanken nicht gut formulieren. Damit das bei Kapitel 3 nicht passiert, hier eine Art Protokoll.

Erstmal stricheln auf dem Universalpapier von Gerstäcker. Wie Warmlaufen fürs Zeichnen, Fingerübungen.




Die Krönchenfeder sieht gar nicht so aus, als würde sie so viel Tusche halten können, aber einmal eintunken läuft lang, länger als die Glasfeder, die ich immer wieder drehen muß.
 

 Der Füller, fast mein liebstes Zeichengerät. - Das Stippling (welches deutsche Wort wäre da passend? Tüpfeln?) erinnert mich an die Zeichen für Wald und Moor auf Karten.



Nochmal die Krönchenfeder. Die werde ich nehmen. 

 


 Das Gittermuster ist auch eine Art Kreuzschraffur. - Wenn ich mit Kuli zeichne, fühlt sich das an wie im Urlaub, Reisetagebuch. - Der Rotring Art Pen gibt unheimlich viel Tinte ab, keine Angst vor Schwärze. 

 





Den Pitt Artist Pen sollte ich mir in Schwarz zulegen. Dicker weicher Strich. 


Mein Book of Scribbles aus dem zweiten Modul bekommt jetzt auch ein paar Scribbles.









Der zweite Schritt: verwaschen. Erst mit Wasser, dann mit Tusche, Nußbeize, Bister, Aquarell. Nußbeize und Bister sind ziemlich gleich in ihrer Wirkung.


Die Tinte im Art Pen wäscht dramatisch dunkel aus.  



 Überraschenderweise ist die Rohrer & Klingner Ausziehtusche nicht ganz wasserdicht, ein feiner Grauschleier bleibt. - Ich mag die etwas verschmutzten, gedämpften Farbtöne, denke an die alte Gartenhütte und ihre von Wetter und Zeit verwitterten Farben und Strukturen. Das müßte eigentlich gut passen.

 



 Den Art Pen werde ich auf jeden Fall fürs Zeichnen benutzen und die Zeichnung auch verwaschen.


Das macht überraschend viel Spaß! Ich probiere noch weiteres Papier aus (den Lana Zeichenblock, das Kraft-Papier). Und eine Probe mit Bister. - Nachgeschaut bei Rembrandt und Leonardo da Vinci: wie machen die ihre Schraffuren, Striche, wie füllen die einen Hintergrund? (Ich hab immer noch kein Buch mit Zeichnungen von van Gogh.)

Hoffentlich bleibt während der Urlaubstage noch Zeit, am Gartenschuppen mit dem Zeichnen anzufangen - und passendes Wetter, trocken und nicht allzu kalt.