Die Blaufrau

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Malen, Zeichnen und Textilkunst haben mich mein Leben lang begleitet, je länger, desto intensiver. Ich bin gespannt, wo es noch hingeht!

Sonntag, 12. Februar 2017

Erkundung

Zwischen Rech und Dernau oben auf dem Kamm der westlichen Hügel, über den Weinbergen. Ein schöner Weg mit Blick mal ins Ahrtal, über die Felder und Wiesen der Grafschaft, dann wieder zurück ins Ahrtal. Ein bißchen Wald zwischendrin, viel offenes Land, Hügelketten, Fluß, von allem etwas.



Wieder ein altes Kreuz, oberhalb von Rech

 

 Die Saffenburg


 Ein Unterstand im Weinberg; wie wäre es, da meinen Schlafsack auszurollen und zu übernachten?







 Grafik am Wegrand









 Erinnert mich an den Schattenkönig in der "Stadt der Träumenden Bücher" von Walter Moers







Von meinem Tisch im Altenwegshof aus fotografiert. Für den Blick aus der Gaststube könnten die eigentlich ihre Preise erhöhen. Endlich bin ich dort mal eingekehrt, wenn auch nur für Kaffee und Kuchen bzw. Torte (wenn schon, denn schon!).

Donnerstag, 9. Februar 2017

Gehen für alles

Für die Seelenruhe. Für einen klaren Kopf. Für Verbindung zur Welt. Für das Durchatmen und den Raum ohne Gedankenmüll. Für die freie Nase. 

Ich habe ein etwas schlechtes Gewissen, weil ich mich krank abgemeldet habe und eben zwei Stunden spazieren gegangen bin von Dernau bis heim. (Wenn ich mich schon krankgemeldet habe, muß es mir mindestens hundeelend gehen...) So ein Quatsch. Ich bin losgegangen, weil ich unbedingt frische Luft haben wollte. Um besser gesund zu werden. Um wieder ins Gleichgewicht zu kommen.

In der Woche gibts hier ordentlich Lärm. Stärkerer Verkehr auf der Ahrtal-Straße. Trotzdem ein wunderschöner Weg, grade im Winter. 







 Am Bergweg zwischen Dernau und Walporzheim. Eine etwas düstere Stelle.





Von oben sieht die Spirale erst richtig gut aus.






Am Querweg zwischen Walporzheimer Brücke und Maibachklamm.






 Orange-Ocker: eine Winterfarbe


 
Clematis
Wie ein Schwarm kleiner Geistchen
 

 Und jetzt backe ich mir noch eine Runde Hildegardkekse.



 

Was lange währt

Mit der richtigen Portion Unentschiedenheit dauert es gleich Wochen, bis ich so ein Läppchen fertig habe. 





Schnell noch fotografiert, bevor ich es eingepackt und weggebracht habe. Hätte ich mir mal Zeit genommen und die Schärfe manuell eingestellt ...

Log-Cabin-Rahmen mit einem Streifen der englischen Seide. Fitzel aufbrauchen. Paßt ganz gut zu den anderen Rottönen. Karin: herbstliches Rot. Aber auch das Gelb im Zentrum.

Der Vorstich-Wanderstich stickt sich von selbst, möchte verschiedene Richtungen einschlagen, sanfte Verschiebungen, Flächen auslassen. Ich mag die verschiedenen Linien, auch die Crinkle-Linien im Mittelstück. 

Was man mit einem Rand sonst noch machen kann. - Ein Stück, viele Ideen. Aber erst hinterher.


Sonntag, 5. Februar 2017

Die Chefin - Tieger und Lilly

Es geht weiter. Nicht so schnell, wie ich es mir wünschen würde, eher in Mikroschrittchen, mit viel Gefauche und Unmut.



Meet the boss!
(Sie ist nicht einäugig!) 





Lilly setzt sich ganz vorsichtig auf einen Platz in der Nähe von Tiegers Regalresidenz. Er hat aufgehört zu fauchen - sie macht keine Anstalten, ihn anzugreifen. Ein Mikroschritt!
 


Sonst ist Tieger auf seinem Lieblingsplatz, sobald Lilly aus dem Schlafzimmer kommt. 


Grade eben gabs nach einer Annäherung eine Schlägerei, bei der  Lilly ihn in die Enge unter die Treppe getrieben hat. Nach viel Gefauche von ihm zieht sie sich zurück, Haarbüschelchen fliegen herum, nichts Schlimmes passiert, außer einer kaputten Tasse. Tieger geht wieder auf seinen Platz, knurrt noch ein bißchen, Lilly kommt auf meinen Schoß. Mein Blutdruck sinkt wieder gegen normal. 

Lustig ist das alles nicht. Ich bin selbst ganz angespannt, und das überträgt sich mit Sicherheit auf die Beiden. Ich verabreiche uns allen Bachblütentropfen, jongliere hin und her, damit sie ihre Streicheleinheiten bekommt (braucht sie reichlich) und auch Tieger seine Schoßzeiten hat und sich zwischendurch in seinem Revier frei bewegen kann.

Geduld - Geduld - Geduld 

Sonntag, 29. Januar 2017

Lilly und Tieger

Fortsetzung.

Tieger: Ich möcht ja doch gern wissen, was da im Schlafzimmer los ist. Ich darf da nicht mehr rein, Frechheit! Heute morgen bin ich mal gucken gegangen, die Tür stand einen Spalt offen. Da ist diese Schwarze mit sooo einer dicken Flaschenbürste auf mich zugejagt, dabei hab ich gar nichts gemacht! Da bin ich aber weggesaust! Gottseidank hat Christa sie auf der Treppe wieder eingefangen. Zwischendurch gehe ich immer mal gucken, und manchmal geh ich bis zur Tür und sag diesem Vieh ordentlich die Meinung! Das hier ist schließlich mein Revier!

Lilly: Dieser kleine Gestreifte nervt einfach nur. Kommt der so einfach in mein Zimmer reingestiefelt! Was will der denn von mir? Das laß ich mir nicht gefallen! Außerdem will ich endlich in die Wohnung. Da gibt es so Vieles, was ich noch nicht erkundet habe. Das will ich alles für mich! Immerhin ist die Versorgung gut. Vorhin gab es Leckerchen an der Tür für mich und den Gestreiften. Gut, da sag ich nicht nein, auch wenn der auf der anderen Seite war. Und daß es so reichliche Streicheleinheiten gibt, ist toll.

Christa: Herr, gib mir Geduld, und zwar zackig!

Samstag, 28. Januar 2017

Schmetterling

Er hat versucht, in der Praxis zu überwintern. Ich habe ihn am Türrahmen gefunden, er stand in den Raum ab wie ein Papierfetzen. Vorgestern lag er auf dem Läufer. 






Ich weiß nicht, was es für einer ist, ich kann die Flügel nicht mehr auseinanderfalten. - Doch, ganz vorsichtig: anscheinend ein C-Falter. Komischer Name. Sie überwintern hier, aber er hats nicht geschafft.

Ein Rahmen für die Blume

Ein Läppchen für Karin zum Geburtstag. Sie mag Primeln, das war bei der Auswahl des Mittelstücks wohl ausschlaggebend. Primelgelb. Und Rostrot. Karinfarben.








Die Blume bekommt einen Rahmen aus rostroten Zacken und einen querlaufenden Streifen. Vielleicht ist das ein Stengel, vielleicht der Lauf des Frühlings und das Entfalten. Obwohl die Farbe eher zum Herbst gehört. Auf der linken Seite des Mittelstücks wird es sich weiter entfalten und ein paar grüne Blätter kriegen ...

Ich habe die Komposition aufgezeichnet und versucht, auf diese Weisedarüber nachzudenken, aber beim Sticken und Betrachten des Anfangs komme ich dann auf ganz andere Ideen. Die kommen nicht aus dem Kopf.